Pfarrkirche St. Dionysius

 

Die Katholische Kirche St. Dionysius wurde ca. 1881/82  anstelle einer Vorgängerkirche aus dem 15. Jahrhundert erbaut und zuletzt 2013 renoviert. Sie ist ein Sandsteinbau mit seitlich vorgestelltem Turm im neugotischen Stil.

Das Kircheninnere ist ein klassizistischer Raum mit ebenfalls teils neugotischer Ausstattung.
An das Langhaus  schließt sich ein weiter, sechseckiger Chor an. Die Kreuzgewölbe werden von vor der Wand stehenden Säulen getragen.
Der Taufstein wurde bei der letzten Kirchenrenovierung in die Mitte der Kirche gerückt.

Die Orgel stammt aus dem Jahre 1886 und wurde vom renommierten Orgelbauer Laukhuff aus Weikersheim gebaut. August Laukhuff war Schüler und Schwiegersohn des Ludwigsburger Orgelbauers Walker, der aufgrund seiner  allseits bewunderten großen Orgel für die Frankfurter Paulskirche und anderer Werken als bedeutender Orgelbauer in Deutschland galt.

Die Orgel wurde zuletzt 1991restauriert.  

Die jetzigen Kirchenfenster wurden bei der vorletzten Kirchenrenovierung (1978)  gegen die bis dahin vorhandene  hellblaurosa-violett gefasste Rautenverglasung ausgetauscht. Bei der Suche nach einem Künstler fiel die Wahl auf den Kirchenmaler Valentin Feuerstein aus Neckarsteinach. Er hat sich durch zeitgenössische Kirchenfenster, vor allem in gotischen Kirchen, einen Namen gemacht und schuf über 800 Glasfenster in über 100 Kirchen.

Es ist ihm gelungen, die Tradition der bekannten gotischen Fensterfarbgebungen fortzusetzen und in der Gestaltung der Motive doch eine zeitbezogene Form zu finden. Bekannte Fenster von ihm finden sich im Freiburger Münster, im Breisacher Münster und im Ulmer Münster.

Die Ausführung erforderte eine Gesamtkonzeption nach künstlerischen und theologischen Orientierungspunkten. Diese sind in Zusammenarbeit des Künstlers mit dem damaligen Pfarrer von Haßmersheim, Jürgen Olf, gesetzt worden. Die Chorfenster sind eine Bildfolge die sich an der Einteilung der Hl. Schrift orientiert und zueinander in Beziehung setzt. Die Langhausfenster und das Fenster im Turm, sowie das Fenster auf der Empore sind mit Motiven versehen, die ihren Bezug zur Bedeutung der Kirche, zu ihrem Ort und zur aktuellen Zeit haben.

 Die Kirche St. Dionyisus im Herbst:            Die Kirche bei Nacht:

                               

 

Die Kirche im Winter:                                  Die Kirche an Weihnachten:

                               

 
Williard, Adolf

Geb. 11.11.1832 in Karsruhe,
gest. 26.02.1923 in Karlsruhe

Nach dem Studium der Mathematik und des Hochbaufachs am Karlsruher Polytechnikum trat Adolf Williard 1858 in den Dienst der Eisenbahn-Hochbauinspektion Karlsruhe-Pforzheim. 1859 wechselte er an das Großherzogliche Hofbauamt. Von 1864-1869 war er Verweser der Großherzoglichen Bezirksbauinspektion Mannheim und übernahm im selben Jahr die Stelle des Vorstands des Erzbischöflichen Bauamtes Karlsruhe. Dieses Amt bekleidete er bis zu seiner Pensionierung am 1. Januar 1894. Während seiner Dienstzeit wurden mehr als 50 Kirchen baulich umgestaltet bzw. neu gebaut. 
So auch die katholische Kirche St. Dionysius Haßmersheim.

Einige Eindrücke:

St. Dionysius Adresse
Kath. Kirche St. Dionysius Haßmersheim
Kirchgasse 
74855 Haßmersheim
St. Dionysius Maps
Glocken St. Dionysius