talentiert & engagiert

 

Mitarbeit in der Kirchengemeinde MOSE

Die Kirchengemeinde MOSE lebt vom Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher: unbezahlbar, wichtig, im wahrsten Sinne des Wortes "unendlich wertvoll" ist das, was jede und jeder Einzelne als Dienst in unsere Kirche einbringt. Von der Breite des Alterspektrums und der Vielfalt der Talente ganz zu schweigen: Angefangen bei der Jugendgruppenleiter/in, über die Aktiven in den Besuchsdiensten, bis hin zur den Sänger/innen in den Kirchenchören, …

 Mit ihrer unverwechselbaren Art und ihren ganz persönlichen Fähigkeiten leistet jede/r einzelne unserer Mitarbeiter/innen einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung in den unterschiedlichsten Bereichen kirchlichen Lebens. Ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, gemeinsam sorgen sie dafür, dass unsere Kirche eine lebendige Gemeinschaft mit konkreten Gesichtern wird. Und sie tragen dazu bei, dass unser Glaube in verschiedenen Aktivitäten und Initiativen Hand und Fuß bekommt.

Wenn auch Sie in unserer Kirchengemeinde aktiv werden möchten, informieren wir  Sie gerne über die verschiedenen  Möglichkeiten eines Engagements. Gerne beraten wir sie auch in einem persönlichen Gespräch.

 

talentiert & engagiert

Ehrenamtsbörse

  
Referentin für Ehrenamt und Engagementförderung
 

 

Julia Lederer (JL) ist seit 1990 Gruppenleiterin und mittlerweile Stammesvorsitzende der DPSG Haßmersheim Stamm Benedikt. Bereits als Kind hat sie bei den Gruppenstunden und Aktionen der Pfadfinder teilgenommen. Mittlerweile sind ihre eigenen Kinder auch bei jeder Aktion dabei. Eine ganze Familie lebt nach dem Leitspruch „Jeden Tag eine gute Tat“ vom Gründer der Pfadfinder-Bewegung, Robert Baden Powell.
Auch jetzt in dieser außergewöhnlichen Zeit der Corona-Pandemie, setzen die Pfadfinder vom Stamm Benedikt die gute Tat um.
KG:      Welche Aktionen habt ihr für die Gruppenkinder in Haßmersheim in den letzten            Wochen angeboten?
JL:      Wir haben Ende März angefangen regelmäßig Gruppenstunden für Zuhause an die Eltern zu verschicken. Darin enthalten waren Bastelideen, Rezepte, Geschichten, pfadfinderisches oder auch ein Quiz. Wir haben Freundschaftsknoten zum Selberknüpfen verteilt und jeder bekam ein kleines Geschenk vor die Türe. Ab April haben wir für alle Stufen Onlinegruppenstunden angeboten. In diesen wurde gebastelt, gebacken, gespielt und einfach nur geredet. Viele haben geholfen Behelfsmasken für die Johannes-Diakonie und den Hospizdienst Mosbach zunähen, zu falten etc.
           Wir haben einen Familienkreuzweg to go angeboten.
Es gab für jeden eine Osterüberraschung und eine Online Lagerfeuerliederrunde mit dem ganzen Stamm. Wir haben übrigens eigens dafür das Lied „Lagerboogie“ in „Quarantäneboogie“ umgeschrieben.
Momentan haben wir ein Blatt auf den Weg geschickt, auf dem alle Kinder zusammen, jedoch immer eins nach dem anderen, an einem großen Lagerplatz mit malt. Das fertige Bild wollen wir als Erinnerung an diese Zeit in den Gruppenräumen aufhängen.
Die nächsten Wochen werden noch viele weitere Aktionen folgen.
 
KG:    Wie sind die Aktionen angenommen worden?
JL:      Die Aktionen wurden wirklich sehr gut angenommen. Alle Kinder und auch die Eltern sind froh und dankbar, um die Abwechslung, die wir Pfadfinder bieten. Wir bekommen durchweg positive Rückmeldung – selbst von außerhalb. Es macht uns als Leiter aber auch richtig Spaß mal etwas Besonderes anzubieten.
 
KG:    Gab es auch Angebote für die Bürgerinnen und Bürger in Haßmersheim?
JL:      Am Familienkreuzweg konnten alle Bürgerinnen und Bürger teilnehmen.
Außerdem hat die Leiterrunde eine große „Danke-Aktion“ gestartet. Über Nacht haben wir, in geheimer Mission, Plakate im Einzelhandel, in Restaurants, im ärztlich und medizinischen Bereich aufgehängt. Uns war es wichtig, einfach mal all denen zu danken, die in dieser schwierigen Zeit für uns alle vor Ort sind. Wir haben sehr viele nette Nachrichten bekommen und an vielen Geschäften hängen die Plakate immer noch, was uns sehr freut.
 
KG:    Welche Aktion hat dich besonders berührt? Warum?
JL:      Die Aktion „Einfach mal DANKE sagen“. In der heutigen Zeit wird leider viel zu selten jemandem gedankt. Es wird einfach als selbstverständlich angesehen, dass man sich engagiert, dass man da ist und funktionieren muss. Wir sollten mache Dinge einfach viel öfter tun. Es gibt da ein schönes Zitat von Baden- Powell dem Pfadfindergründer „Wir haben nur eine kurze Lebenszeit. Daher ist es wesentlich, Dinge zu tun, die es wert sind, und diese jetzt zu tun“ – öfter mit einem Lächeln Danke zu sagen gehört da definitiv dazu.
 
KG:     Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden vermutlich noch        
           länger andauern. Wie stellt ihr euch weiterhin darauf ein?
JL:      Wir werden weiterhin, teilweise auch mehrmals pro Woche Onlinegruppenstunden anbieten. Unsere Leiterrunde hat noch sehr viele tolle Ideen, die wir gerne mit den Kindern ausprobieren möchten. Die nächsten zwei Aktionen sind schon in der Planung. Wir wollen einfach auch in dieser schwierigen Zeit weiter für unsere Gruppenkinder da sein, als Pfadfinderstamm zusammenhalten, uns zeigen.
 
KG:     Was möchtest du uns in dieser Zeit noch mit auf den Weg geben?
JL:      Pfadfinder leben von Gemeinschaft und selbst Corona wird uns nicht daran hindern, diese Gemeinschaft zu leben. Gut Pfad!
 
KG:     Vielen Dank für das Gespräch und ein herzliches Dankeschön für dein Engagement.     
 
Die DPSG Stamm Benedikt bietet für alle Altersstufen Gruppenstunden an.
Die Wölflinge ab 6 Jahre: Freitag von 15.30-17.00 Uhr
Die Jupfis ab 11 Jahre: Dienstag von 18.45-20.15 Uhr
Die Pfadfinder ab 14 Jahre: Mittwoch von 18.30-20.00 Uhr
Wer Lust hat, darf gerne vorbei schnuppern!
 
Weitere Infos hier: http://dpsg-hassmersheim.de
 

Interview mit Frau Irmgard Vehlow
Irmgard Vehlow ist seit 1990 im Pfarrgemeinderat tätig und vertritt die Gemeinde St. Maria Neckarelz-Diedesheim.
Was war Ihr größtes Erfolgserlebnis bei Ihrer Arbeit im PGR?
In den 30 Jahren meiner Zugehörigkeit zum Pfarrgemeinderat gab es viele Erfolge der gemeinsamen Arbeit. Wichtig und beeindruckend war für mich 2004 der Zusammenschluss der Pfarreien St. Dionysius Haßmersheim, St. Laurentius Obrigheim und St. Maria Neckarelz-Diedesheim zur “Seelsorgeeinheit Elz-Neckar”. Die Gespräche und Verhandlungen waren geprägt von  Respekt und dem Bewusstsein der Verantwortung gegenüber den Gemeindemitgliedern. Zum 1.1.2015 erfolgte die Fusion der Seelsorgeeinheiten Mosbach und Elz-Neckar zur Kirchengemeinde Mosbach-Elz-Neckar MOSE. Ich finde die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Vertretern der verschiedenen Pfarreien sehr wichtig und gut.
Was hat Sie enttäuscht?
In jeder Gemeinschaft wird es immer Dinge geben, die den Einzelnen enttäuschen. Für mich war frustrierend, dass viele Stunden intensiver Arbeit, zum Beispiel an der Gebäudekonzeption unserer Kirchengemeinde oder an der Pastoralkonzeption, viel Papier ergab, aber die Umsetzung am Mangel von Mitwirkenden scheiterte.
 
Was hat Sie an der Arbeit im PGR überrascht?
Die Vielfalt der Arbeiten und der Verantwortung für die Kirchengemeinde.
 
Wofür haben Sie sich in besonderer Weise eingesetzt?
Dass auch in der großen Kirchengemeinde die Traditionen in den einzelnen Pfarreien erhalten bleiben.
 
Warum möchten Sie kandieren?
Weil ich als Christin in der Kirchengemeinde entsprechend meiner Fähigkeiten und Begabungen auch in Zukunft mitarbeiten möchte.
 
Was hat Sie dazu bewogen, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Meine Einstellung ist seit vielen Jahren: Ich möchte anstehende Veränderungen nicht nur kritisieren, sondern positiv mitgestalten.
 
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Ihrem Tun.
 

Alfred Gedemer, ist seit 2005 im PGR tätig und vertritt die Gemeinde St. Maria, Neckarelz-Diedesheim. Mit Blick auf die Pfarrgemeinderatswahlen am 22.3.2020 hat sich Herr Gedemer für ein Interview bereit erklärt:
Was war Ihr größtes Erfolgserlebnis bei Ihrer Arbeit im PGR?
Den Anstoß für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Pfarrhaus in Neckarelz zu geben und dass dieses Vorhaben auch umgesetzt wurde.
 
Was hat Sie enttäuscht?
Die Arbeit für die Pastoralkonzeption, Gebäudekonzeption und Levi. Viele Stunden Beschäftigung und viel Papier. Letztendlich benötigt man Personen die Beschlüsse auch umsetzen können.
 
Was hat Sie an der Arbeit im PGR überrascht?
Die Vielfältigkeit der Aufgabengebiete.
 
Wofür haben Sie sich in besonderer Weise eingesetzt?
Für die Renovierung und Erhaltung der Gebäude.
Dafür, dass wir das Gemeindefest an Fronleichnam noch durchführen können.
 
Warum möchten Sie kandidieren bzw. nicht mehr kandidieren?
Nur wer mitarbeitet  kann etwas bewegen!
 
Was hat Sie dazu bewegt, sich ehrenamtlich zu engagieren?
In einer Gemeinschaft mitzuarbeiten und sich für die Mitchristen zu engagieren.
 
Vielen Dank für das Interview und Ihr Engagement im PGR.
 

Daniela Stoitzner über ihr Engagement bei der KjG St. Josef
Daniela Stoitzner (DS) ist eine aufgeschlossene junge Frau, die sich seit 2010 bei der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) St. Josef engagiert. Mittlerweile studiert sie seit fünf Jahren  Lehramt für das Gymnasium mit den Fächern Politik, Wirtschaft und Sport in Konstanz und beginnt im Januar 2020 ihr Referendariat. Nach wie vor kommt sie zu Veranstaltungen und Aktionen der KjG gerne nach Mosbach zurück. Die KjG St. Josef ist Gemeinschaft, Spaß und Heimat für sie.
KG:    Wie bist du zur KjG St. Josef gekommen?
DS:     In der Grundschule habe ich von den Gruppenstunden der KjG St. Josef gehört und bin dort mit meinen Freundinnen jede Woche hingegangen. Als wir dann 9 Jahre alt waren, durften wir endlich mit ins Zeltlager! Seit dem gehe ich jedes Jahr mit, dieses Jahr schon zum 17. Mal.
 
KG:    Mittlerweile bist du Gruppenleiterin. Wie kam es dazu?
DS:    Nachdem ich 7 Jahre als Teilnehmerin im Zeltlager dabei war, haben mich die
          (mittlerweile ehemaligen) Leiter*innen gefragt, ob ich nicht Lust hätte, auch als
          Leiterin mit zu gehen. Natürlich hatte ich große Lust! In den vier Jahren danach habe
          ich mit meinen Freunden zusammen eine Gruppenstunde für Grundschüler geleitet
          und habe nach und nach immer mehr Aufgaben in der Vorbereitung und
Durchführung des Zeltlagers übernommen. Mittlerweile gehöre ich mit meinen 25 Jahren quasi schon zu den alten Hasen- in den letzten zwei Jahren wurden unsere ehemaligen Gruppenkinder schon zu Leiter*innen ernannt. Das war echt verrückt, aber gleichzeitig auch sehr schön zu sehen, dass die nächste Generation unser Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit weiterführen möchte.
 
KG:    Was macht die KjG St. Josef für dich aus?
DS:    Für mich bedeutet die KjG vor allem Gemeinschaft! Die meisten anderen Leiter*innen
          kenne ich schon seit ich denken kann und obwohl mittlerweile viele von uns nicht
          mehr in Mosbach wohnen, sondern irgendwo in Deutschland verteilt studieren oder
arbeiten, bedeutet uns allen die KjG und unsere Freundschaft so viel, dass wir regelmäßig dafür wieder nach Mosbach fahren. Wir sind keine Zweckgemeinschaft, sondern ein großer Freundeskreis und unternehmen auch außerhalb des Zeltlagers und unseren KjG- Aktionen viel miteinander. Wir wissen alle, dass wir uns hundertprozentig aufeinander verlassen können. Dieser Zusammenhalt ist einzigartig und bedeutet uns allen unglaublich viel!
 
KG:    Welches Highlight mit der KjG bleibt dir immer in Erinnerung?
DS:    Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll!
Meine schönsten Momente mit der KjG sind die abendlichen Lagerfeuerrunden im Zeltlager. Die Gitarrenmusik und der Gesang aller Kinder und Leitenden, dazu das knisternde Feuer und ein strahlender Sternenhimmel – das sind Momente, in denen man realisiert, wie wenig man doch zum Glücklich sein braucht.
 
Dieses Jahr haben wir uns eine besondere Aktion überlegt, diesmal nicht für unsere Teilnehmenden, sondern für die ehemaligen Leiter*innen der KjG. Beim Aufbau haben wir alle für zwei Tage auf den Zeltplatz eingeladen, um einfach mal wieder alle zu sehen und mal wieder in Zeltlagerstimmung zu kommen. Wir haben gegrillt und viel erzählt und den Abend ganz klassisch mit Lagerfeuer und einer Fotoshow mit vielen alten Bildern ausklingenlassen. Es war sehr schön zu sehen, dass auch die ehemaligen Leitenden, die schon seit einigen Jahren nicht mehr aktiv in der KjG engagiert sind, immer noch sehr verbunden mit der Gemeinschaft sind und sich gerne an ihre Zeit bei der KjG zurück erinnern.
 
KG:    Was heißt es für dich, sich bei einer verbandlichen Jugendgruppe zu engagieren?
DS:    Durch die verbandliche Vernetzung unserer KjG erhalten wir auch viel Unterstützung
          außerhalb der Seelsorgeeinheit. Sei es durch Zuschüsse vom BDKJ , tolle
Überraschungspakete für unser Zeltlager vom Kreisjugendring oder einfach nur in Form eines Ansprechpartners bei offenen Fragen, beispielsweise zum Thema Datenschutz.
 
KG:    Welchen Dank und Anerkennung erfährst du für deinen ehrenamtlichen Einsatz?
DS:    Der größte Dank sind die strahlenden Kinderaugen im Zeltlager oder bei sonstigen
          KjG-Aktionen. Da merkt man, wozu man so viele Stunden in den Monaten vor dem
          Zeltlager investiert hat und dass sich das total gelohnt hat. Aber auch viele Eltern
          wissen unser Engagement zu schätzen.
Mein Bruder engagiert sich ebenfalls seit vielen Jahren in der KjG und unsere Eltern unterstützen uns, wo sie können, obwohl wir meistens, wenn wir dann mal übers Wochenende in Mosbach sind, mehr Zeit mit der KjG als daheim verbringen. Aber auch von Seiten der Seelsorgeeinheit erfahren wir immer wieder Dankbarkeit für unsere kirchliche Jugendarbeit. Einige Mitglieder des Pfarrgemeinderats fahren sogar jedes Jahr extra für unseren Lagergottesdienst mit Diakon Manfred Leitheim zu uns auf den Zeltplatz.
 
KG:    Hast du noch weitere Ehrenämter?
DS:    Ja, auch hier in Konstanz engagiere ich mich ehrenamtlich. Seit fünf Jahren bin ich
          hier in der Fachschaft des Fachbereichs Sport tätig, das ist so etwas wie die SMV der
          Schule, bloß eben an der Universität. Nebenbei habe ich immer verschiedene
          Projekte, die ich unterstütze. Beispielsweise Sport mit Geflüchteten oder
          verschiedene AGs, die ich ehrenamtlich an Schulen in Konstanz anbiete.
 
KG:    Was möchtest du noch zur KjG sagen?
DS:    Viele Menschen, denen ich erzähle, dass ich nun schon seit 17 Jahren jedes Jahr in
          den Sommerferien ins Zeltlager fahre und auch unter dem Jahr sehr viel Zeit in die
          Vor- und Nachbereitung des Zeltlagers und vieler anderer KjG- Aktionen stecke,
          können das zuerst nicht verstehen. Ich denke, das kann man auch erst so richtig
verstehen, wenn man einmal selbst dabei war. Wir möchten anderen
           Kindern ermöglichen, auch die Gemeinschaft und die Abenteuer der KjG-Zeltlager
           erleben zu dürfen, so wie wir es früher als Teilnehmende erleben konnten. Vor allem
durch das Zeltlager haben wir gelernt, wie wichtig Freundschaft und Gemeinschaft fürs Leben ist und wie es sich anfühlt, sich abseits von Smartphone und Internet, auf das Miteinander zu konzentrieren. Aber natürlich könnten wir das alles ohne die Unterstützung von einigen Menschen nicht schaffen!
Beispielsweise versorgt uns jedes Jahr die Stadtapotheke Mosbach mit Medikamenten für die Erstversorgung, Stefan Kretz (Tief- und Landschaftsbau GmbH) fährt unser gesamtes KjG Hab und Gut beim Aufbau mit einem LKW zum Zeltplatz und holt uns beim Abbau wieder ab, die Firma Lintz & Hinninger unterstützt uns bei der Bestellung unserer mobilen Toiletten, Diakon Manfred Leitheim gestaltet jedes Jahr einen wunderschönen Zeltlagergottesdienst direkt auf dem Platz und einige unserer Mütter gehen schon seit vielen Jahren als Köchinnen mit ins Zeltlager und sorgen für die kulinarische Verpflegung.
Für diese Unterstützung sind wir Leiter*innen sehr dankbar!
 
KG:    Vielen Dank für das Gespräch und ein herzliches Dankeschön für dein Engagement.
 
 
Die KjG St. Josef bietet für alle 1.-5. Klässler ab jeden Dienstag von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr im Gruppenzimmer des Pirminsaal St. Josef an. Wer Lust hat, darf gerne vorbei schnuppern!
 
Weitere Infos hier: http://www.kjg-stjosef-mosbach.de/
 

Volker Vogel über sein langjähriges Engagement bei der Kolpingfamilie Mosbach
 
Volker Vogel (VV) ist ein zurückhaltender Mensch, der weiß, wann er anpacken muss, damit sich etwas bewegt oder verändert und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei der Kolpingsfamilie Mosbach ist er seit 63 Jahren aktives Mitglied und engagiert sich auf vielfältige Weise. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Ehrenamtspreis der Region Mosbach für sein großes Engagement ausgezeichnet.
KG:     Seit wann sind Sie ehrenamtlich bei Kolping tätig?
VV:      Ich bin seit 1956 ehrenamtlich bei Kolping dabei. Ich bin über meinen Bruder dazu gekommen. Damals war ich 13 Jahre alt! Ich bin in die Gruppenstunden gegangen und habe an der Gruppenleiterschulung von Kolping teilgenommen. Danach habe ich die männliche Gruppenstunde der Kolpingjugend übernommen.
KG: Was hat Sie bei der Kolpingfamilie angesprochen?
VV:  Mich haben damals die vier Grundpfeiler von Adolph Kolping angesprochen: Sei ein tüchtiger Christ, ein tüchtiger Meister, ein tüchtiger Bürger und ein tüchtiger Familienvater. Das zählt für mich noch heute.
KG:      Welche Aufgaben übernehmen sie bei Kolping?
VV:      Ich bin gewähltes Mitglied im Leitungsteam der Kolpingsfamilie Mosbach. Wir sind drei Personen im Team. Im Grunde organisiere ich die Kolpingfamilie Mosbach seit 55 Jahren mit.
KG: Was haben Sie in ihrer langen Laufbahn bei der Kolpingfamilie alles umgesetzt?
VV: Da gibt es sehr vieles! Aber vorab muss ich erklären, dass ich gelernter Maurer, Ofensetzen und Fliesenleger bin. Zusätzlich bin ich Maurermeister, Betonbaumeister und Techniker für Hochbau und habe ein Fernstudium für   Bauingenieurwesen absolviert. Mit diesem Wissen konnte ich bei vielen baulichen Projekten in der Kirchengemeinde die ehrenamtliche Bauleitung übernehmen.
           
Volker Vogel zählt seine vielen Baumaßnahmen auf, die er als Bauleitung gestemmt hat. Dazu zählen unter anderem:           
  - Umbau des Schwesternhauses in der Friedrich-Ebertstraße          
  - Erweiterung des Kolpingraumes im Gemeindehaus St. Cäcilia 1982          
  - unter der Kirche St. Cäcilia ausgehoben, planiert und die Bodenplatte betoniert          
  - in Zusammenarbeit mit den Pfadfinderstamm Bernhard von Baden wurde der Kirchplatz erneuert und  
    gepflastert        
  - Mitwirkung bei der Errichtung des Kiwwelschisser-Brunnens in der Innenstadt     
  - Umbau der Altenbegegnung im Gemeindehaus St. Cäcilia zum Seniorentreff
  - Erneuerung der Abwasseranlage im Gemeinderaum und die Sanierung des Kolpingraumes - u.v.m.
 
KG: Welche Besonderheiten hat es für Sie, sich bei der Kolpingsfamilie zu engagieren?
VV: Für mich ist es etwas Besonderes, das Banner von Kolping zu tragen. Ich wurde von Kaplan Bernhard Jung vereidigt. Das gab es damals noch. Am Kolping Gedenktag am 8. Dezember 1959 wurde ich in das Amt des Bannerträgers eingeführt. Und trage das Banner bis heute bei feierlichen und traurigen Anlässen.
KG: An welche besondere Aktion von der Kolpingsfamilie erinnern Sie sich immer wieder?
VV: Es gab und gibt noch viele Aktivitäten, von denen ich die aufregendste und mit Angst verbundene erwähnen möchte. Ich erinnere mich an unseren Kleider- und Lebensmitteltransport nach Polen im Januar 1982. Da ein Mitglied aus unserer Gemeinde es nicht mehr alleine schaffte, Lebensmittel für seine Angehörige und Freunde nach Polen zu schicken, haben wir es übernommen eine große Aktion zu starten. Wir haben Päckchen für Kinder gepackt und Kleider und Lebensmittel gesammelt. In der Zeit von 1981 bis 1983 wurde in Polen das Kriegsrecht ausgerufen und wir sind sozusagen als Erste in ein Krisengebiet gefahren. Unter der Organisation von   Caritas konnten wir nach Polen einreisen. Trotz großer Widrigkeiten haben wir es     geschafft, nach Opeln (Bischofsitz) zu gelangen und unsere Lieferung abzugeben und die Lebensmittel und Medikamente, vor allem an Kinder, zu verteilen. Es war schon eine schreckliche Reise. Wir haben Panzer gesehen, Grenzkontrollen erlebt und brenzlige Situationen gemeistert.   Es war für uns alle klar: Wir kommen in friedlicher Absicht und mit Gottes Segen. Uns wird schon nichts passieren. Die Dankbarkeit und die Freude in den Gesichtern der  Beschenkten war enorm. Der Aufwand hat sich gelohnt. Im Kloster Balsbach wurde Tag und Nacht für uns gebetet.
 
KG:     Erfahren Sie heute auch Anerkennung und Dankbarkeit für ihren ehrenamtlichen Einsatz?
VV:      Es gibt immer wieder Anerkennung oder dass der ein oder andere „Danke“ sagt und mir
             mal ein Foto von einer Aktion vorbeibringt. Und mir selbst gibt es auch eine Art von Befriedigung, aber es ist auch eine Art von Verpflichtung, so nach dem Motto „einer muss es ja tun!“.
 
KG:      Haben Sie noch andere Ehrenämter?
VV:      Ich war von 1989 bis 1994 im Stadtrat der Stadt Mosbach gewählt. Und ich hatte die  ehrenamtliche Bauleitung der KZ-Gedenkstätte in Neckarelz inne. Der Bau dauert über zwei Jahre und die Gedenkstätte wurde 2011 eingeweiht.
 
KG:      Sie sind ja ein „Tausendsassa“ und eine Familie haben Sie ja auch …  
VV:      Ja! Ich habe drei hübsche Töchter, also ein 4-Frauenbund und 3 Enkel.
 
KG:     Möchten Sie abschließend etwas zur Kolpingsfamilie sagen?
VV:      Ich möchte noch ein Zitat von Papst Pius XII zitieren, das er 1955 zur Jahrhundertfeier der Kolpingfamilie gesagt hat: Mögen die Söhne Adolph Kolping sich immer und lebendig bewusst sein, dass sie nicht irgendein Verein mit einem profanen Zweck bilden, dass sie vielmehr vor eine hohe religiöse und soziale Aufgabe gestellt sind. Die Erfüllung dieser Aufgabe ist in der Gegenwart noch viel schwieriger als vor hundert Jahren. Wenn die Mitglieder Beter sind wie es ihr Vater Adolph Kolping, werden sie es mit Gottes Gnaden auch heute erreichen.
 
KG:  Vielen Dank für das Gespräch und ein herzliches Dankeschön für all ihr Schaffen.
 
Die Kolpingsfamilie Mosbach versteht sich als Weg-, Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft. Die Kolpingsfamilie führt viele Veranstaltungen und Aktionen durch. Gerne darf „geschnuppert“ werden. Und über neue Mitglieder freut sich die Kolpingsfamilie auch! Mehr Informationen finden Sie auf https://www.kolping-mosbach.de/ .
 
 
 
 

Elfriede Kupferschmid über ihr Engagement im Besuchsdienst des Seniorenheimes Pfalzgrafen-Stift in Mosbach Elfriede Kupferschmid (EK) ist bereits 92
Elfriede Kupferschmid (EK) ist bereits 92 Jahre und besucht betagte und zum Teil demente Seniorinnen und Senioren im Seniorenheim Pfalzgrafen-Stift in Mosbach. Das Interview führt Kristina Göb (KG)
KG:  Seit wann sind Sie ehrenamtlich im Besuchdienst des Pfalzgrafen-Stift tätig?
EK:  Ich bin seit dem zweiten Jahr des Bestehens des Pfalzgrafen-Stifts im  Besuchsdienst aktiv, also seit 1985. Das sind nun 34 Jahre.
KG:  Was machen Sie ehrenamtlich im Pfalzgrafen-Stift?
EK:  Wir sind eine Besuchsgruppe und besuchen mindestens einmal in der Woche vor allem die katholischen Bewohnerinnen und Bewohner im Seniorenheim.
KG:  Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ehrenamtlich tätig zu werden?
EK:  Ich bin von Herrn Dr. Zimmer (Anmerkung: damaliger Leiter des Gesundheitsamtes in Mosbach) angesprochen worden, als der Besuchsdienst aufgebaut wurde. Er meinte es sei eine gute Sache, da kannst du mitmachen.  So bin ich dann rein gekommen.
KG: Welche Besonderheiten hat es für Sie im Besuchsdienst tätig zu sein?
EK: Ich mache anderen Leuten durch meinen Besuch eine Freude. Es finden sehr gute Gespräche statt. Und manchmal halte ich auch nur die Hand, bei Bewohnern, die dement oder sehr krank sind.
KG: Erfahren Sie Anerkennung und Dankbarkeit für ihren ehrenamtlichen Einsatz?
EK: Ja! Das Strahlen der Senioren und die Frage „Kommen Sie wieder?“. Außerdem verspüre ich eine große Dankbarkeit, wenn ich selbst wieder nach Hause gehen kann und dass ich überhaupt noch im  Besuchsdienst aktiv sein kann.
KG:  Haben Sie noch andere Ehrenämter?
EK:  Nein. Aber ich unterstütze meine Freunde und meine Nachbarn. So übernehme ich Fahrdienste zum Arzt oder Einkaufen. Auch melde ich mich fast täglich bei meinen Freunden und erkundige mich nach ihrem Befinden. Mir ist es wichtig, aktiv auf Menschen zu zugehen.
KG:  Dazu fällt mir das Stichwort „gelebte Nächstenliebe“ ein.
EK:  Ja! So kann man das zusammenfassen.
KG:  Möchten Sie noch etwas zur Mitarbeit im Besuchsdienst sagen?
EK: Ich finde es schade, dass sich jüngere Frauen und Männer, die in die Rente gehen, sich nicht gerne bei uns engagieren. Ich vermute, sie haben Angst vor dem Alter. Wenn man das Alter nicht sieht, bleibt man jung, wird vielleicht gedacht. Aber so ist es nicht: Das Alter gehört zum Leben dazu. Nicht nur die Jugend. Man braucht keine Angst vor dem Älterwerden haben. Man muss das Leben nehmen, wie es kommt, dann ist man zufrieden.
KG: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Freude an bei Ihrem Engagement.
 

Peter Müller, ist seit 2005 im PGR tätig und vertritt die Gemeinde St. Laurentius Obrigheim.
 
Was war Ihr größtes Erfolgserlebnis bei Ihrer Arbeit im PGR?
Als ich vor 15 Jahren angefangen habe, war eine erste große Aufgabe in Obrigheim den Pfarrsaal und Kindergarten zu renovieren. Somit wurde ich zum „Baubeauftragten“ und durfte aktiv mitentscheiden, wie die Gebäude umgebaut werden. Das hat großen Spaß gemacht.
Als Erfolg sehe ich auch das Mitwirken bei der Zusammenlegung der Pfarreien zur Seelsorgeeinheit MOSE.
Was hat Sie enttäuscht?
Mich enttäuscht „Rom“. Ich meine damit, dass immer mehr auf uns Ehrenamtliche abgelegt wird und „Rom“ uns nichts erleichtert. Es sind die alten Dogmen und die damit verbundene Sturheit der Amtskirche, die mich und viele Andere enttäuschen, denn ohne Ehrenamtliche würde in der Kirche nicht viel geschehen.
 
Was hat Sie an der Arbeit im PGR überrascht?
Ich war überrascht, wie viele Menschen bereits etwas tun! Das merkt man als Außenstehender gar nicht. Es ist wenig bekannt, wie viele Engagierte sich mit Herzblut in die Kirchengemeinde einbringen. Ich habe so viele Engagierte in den letzten Jahren kennengelernt und es ist toll, dazu zu gehören.
 
Wofür haben Sie sich in besonderer Weise eingesetzt?
Ich habe viel bei der Konzeptionsentwicklung der Kirchengemeinde MOSE mitgewirkt. Des Weiteren bin ich im Stiftungsrat Mitglied und habe mich dafür stark gemacht, dass wir die Projektstelle Ehrenamtsförderung erhalten haben.
 
Warum möchten Sie kandidieren bzw. nicht mehr kandidieren?
Ja, ich mache weiter, aber ich stelle mich nicht zur Wahl.
Ich bin der Meinung in den PGR sollen alle, die sich berufen fühlen auch angenommen werden.
Alle Interessierten können sich ihrer Neigung und Fähigkeit in einer der vielen Gruppierungen
Einbringen.
 
Was hat Sie dazu bewegt, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Als meine Tochter 10 Jahre als Ministrantin tätig war, wurde ich angesprochen, dass ich mich doch auch ehrenamtlich engagieren könne. Das habe ich dann gemacht. Und wenn ich etwas mache, dann mache ich es „richtig“; Zeit hat doch eigentlich Jeder, es nur ein Setzen von Prioritäten, was einem
wirklich wichtig erscheint.
 
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Ihrem Tun.
 

Sabine Peres, ist seit 2015 im PGR tätig und vertritt die Gemeinde  St. Paulus Mosbach-Reichenbuch.
 
Was war Ihr größtes Erfolgserlebnis bei Ihrer Arbeit im PGR?
Dass die einzelnen Pfarrgemeinden doch ganz allmählich zusammenwachsen. In erster Linie zeigt sich das an der Jugendarbeit.  Und Projekte, wie der Einbau des Gemeindesaales in der kath. Kirche Bruder Klaus in der Waldstadt. Das ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass sich Alt und Neu zusammenfügen lässt.
 
Was hat Sie enttäuscht?
Enttäuscht hat mich, dass nach so langer Zeit in Bezug auf das Geläut für unsere Kirche Herz Jesu in Reichenbuch immer noch keine Entscheidung getroffen wurde, d.h. wir haben nach wie vor keine Glocken, die die Christen zum Gottesdienst rufen. Es ist für mich durchaus nachvollziehbar, dass es zu teuer ist, den Turm zu sanieren. Aber kleines Glockengeläut (vgl. ÖZ) wäre absolut ausreichend und ein guter Kompromiss.
 
Was hat Sie an der Arbeit im PGR überrascht?
Überrascht hat mich eigentlich nichts, außer vielleicht, dass – obwohl manche/r der Arbeit im „großen PGR“ kritisch gegenüberstand – wir sehr gut und harmonisch zusammenarbeiten.
 
Wofür haben Sie sich in besonderer Weise eingesetzt?
Glockengeläut für die Herz-Jeus-Kirche Reichenbuch.
 
Warum möchten Sie kandidieren bzw. nicht mehr kandidieren?
Diesbezüglich habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Dies hat mehrere Gründe u.a. – aber nicht primär – das Frauenbild in der katholischen Kirche.
 
Was hat Sie dazu bewegt, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Generell halte ich ehrenamtliches Engagement für essenziell. Ich komme aus einer katholischen Familie und der Glaube als auch lebendige Gemeinschaft waren mir persönlich schon immer sehr wichtig. Von daher fiel es mir nicht schwer, mich nach der Kommunion unseres Sohnes, mich auch in der Kirche ehrenamtlich zu engagieren. Mittlerweile sehe ich nicht das Ehrenamt, sondern die Umstände kritischer.
Vielen Dank für das Interview und Ihr Engagement im PGR.
 

Pia Simon, ist seit dem Start der Gemeindeteams in MOSE als Sprecherin im Gemeindeteam Lohrbach, Sattelbach, Reichenbuch ehrenamtlich tätig.
 
Wer sind Sie?
Ich bin 60 Jahre alt, verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und bin eine Ur-Lohrbacherin!
 
Was tun Sie?
Ich bin als Notarfachassistentin tätig.
In meiner Freizeit  lese ich gerne, arbeite im Garten und relaxe dort.
Und ich engagiere mich vielfältig in meiner Gemeinde St. Paulus:  insbesondere als Wortgottesfeier-Leiterin sowie in der kfd St. Paulus und als Gemeindeteamleiterin.
 
Was war das schönste Erlebnis bei Ihrer Mitarbeit im Gemeindeteam?
Es gibt eigentlich nicht ein Erlebnis, sondern ich freue mich auf die Zusammenkünfte, da dort ein vertrauensvoller Austausch stattfindet, z.B. bei Bibelgespräche zu Beginn der Treffen oder einfach die tolle Gemeinschaft. Die Mitglieder können sich aufeinander verlassen.
Unsere halbjährlichen ökumenischen Zusammentreffen sind ein großer Gewinn.
Gerade jetzt, da die Treffen coronabedingt nicht mehr wie früher stattfinden können, spüre ich, dass mir genau das fehlt, was vorher so selbstverständlich war …
 
Was motiviert Sie?
Ich habe mich schon immer in unserer Pfarrgemeinde engagiert und ich fühle mich für das kirchliche Leben vor Ort mitverantwortlich. Bei immer weniger Gottesdiensten in unseren Kirchen in Lohrbach, Sattelbach und Reichenbuch ist ein Engagement außerhalb von Gottesdiensten notwendig, um das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Pfarrgemeinde aufrecht zu erhalten.
 
Wofür haben Sie sich in besonderer Weise eingesetzt?
Sowohl in der kfd-Gemeinschaft als auch als Wortgottesfeier-Leiterin macht es mir viel Freude „etwas andere“ Gottesdienste oder Andachten zu planen und durchzuführen, wie z.B. bestimmte Themen-Gottesdienste oder Gottesdienste im Freien.
 
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Ihrem Tun.
 

Nicola Gehrig über ihr Engagement bei der Sternsinger Aktion 2021
Nicola Gehrig (NG) lebt mit ihrer Familie in der Waldstadt und ist in der Gemeinde
St. Bruder Klaus für die Sternsinger Aktion zuständig. Die Aktion Dreikönigssingen fand in diesem Jahr unter Coronabedingungen und Lockdown statt. Eine große Herausforderung für alle Beteiligten in der Kirchengemeinde MOSE.
KG: Wir haben seit Oktober 2020 an der Durchführung der Aktion Dreikönigssingen geplant. Was war für dich die größte Herausforderung in diesem Jahr?
NG: Einen sicheren, umsetzbaren Rahmen zu finden, der keinen Beteiligten gefährdet.
KG: Die Verständnislosigkeit, dass wir keine Segenstütchen in die Briefkästen verteilen dürfen war groß. Was hat dich angetrieben, trotz aller Beschränkungen weiter zu machen?
NG: Mir sind in dieser komischen Zeit zwei Dinge einfach sehr wichtig: die
Menschen brauchen den Segen, genau so wie die Kinder und Jugendlichen in aller Welt unsere Spenden brauchen. Und das dieses Jahr mehr denn je!
KG: „Heller denn je“ – ein Leitmotiv der Sternsinger in diesem Jahr.
Was war dein Highlight bei der Aktion?
NG: Es gab tatsächlich mehrere! Zum einen zu sehen, wie kreativ die Verantwortlichen in den Gemeinden sind, um das Sternsingen umzusetzen. Zum anderen wie die Kinder für das Sternsingen brennen und dann leider doch enttäuscht werden mussten. Es ist so schön eine solche Gemeinschaft für einen sozialen Zweck zu haben!
KG: Die Spenden für die Sternsinger-Aktion aus der Waldstadt gehen direkt an ein Projekt des Kindermissionswerkes. Kannst du dazu mehr erzählen?
NG: Gern! Das Projekt „Micanto“ in Cajamarca, Peru, wurde 2005 von einer Waldstädterin mit dem Kindermissionswerk gegründet. Dabei werden arbeitende Kinder und Jugendliche begleitet und erhalten Unterstützung zu ihrer ganzheitlichen Bildung. Wir können uns nicht vorstellen, wie die jungen Menschen dort unter der Corona-Krise leiden. Mehr Infos gibt es auf der Seite des Kindermissionswerks unter dem Stichwort „Micanto“.
KG: Was möchtest du uns in diesen Zeiten noch mit auf den Weg geben?
NG: Ich habe vor kurzem wieder den Bibelvers „Nun bleiben Glaube, Hoffnung,
Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ 1 Korinther 13:13,
gelesen. Für mich sind sie aktuell aber alle drei gleich „groß“ und wichtig:
Der Glaube an Gott, die Hoffnung auf eine andere Zeit und die Liebe in ihren
verschiedensten Formen (Nächstenliebe, Familie, Freunde usw.). Behaltet sie euch bei!
KG: Vielen Dank für das Gespräch und ein herzliches Dankeschön für dein Engagement.
 
Weitere Informationen zur Aktion Dreikönigssingen finden Sie hier:
 
Bei Fragen rund ums Ehrenamt wenden Sie sich an Kristina Göb, Ehrenamtskoordinatorin, Tel.: 06261/9179220 oder per E-Mail k.goeb@kath-mose.de
 

Robin Sauer über sein Engagement in der Kirchengemeinde MOSE in Zeiten der Corona-Pandemie

 
Robin Sauer, (27 Jahre alt) engagiert sich seit sechs Monaten im Gemeindeteam des Ökumenischen Zentrums (ÖZ), Neckarelz. Neben seinen vielen weiteren Ehrenämter in unserer Kirchengemeinde sorgt er zurzeit dafür, dass sonntags die live Gottesdienste aus der Kirche St. Cäcilia übertragen werden.
 
KG: Seit einem Jahr haben wir einen Pandemie-Zustand. Wie hat sich Ihr ehrenamtliches Engagement verändert?
RS: Durch die fehlenden persönlichen Kontakte und die zunächst noch nicht auf Online-Plattformen verlegte Treffen, war es schwierig den Kontakt zu den Gremien aufrecht zu Erhalten und so Möglichkeiten und Aktionen zu erarbeiten, die auch in der Pandemie umgesetzt werden können. Durch den vermehrten Einsatz von Zoom-Meetings war es dann möglich, wieder virtuell Treffen durchzuführen und so Aktionen zu erarbeiten, um etwas für das Gemeindeleben zu tun.
Gerade bei der Vorbereitung auf die Firmung mussten wir leider unser komplett geplantes Programm umwerfen und auf die neuen Begebenheiten anpassen, ich denke aber dass wir das Beste in der kurzen Zeit und unter den gegebenen Voraussetzungen und Bestimmungen für die Jugendlichen vorbereiten konnten.
 
KG: Auch die Gemeindeteams mussten erst mal lernen mit allen Einschränkungen umzugehen. Was motiviert Sie sich im Gemeindeteam zu engagieren?
RS: Mir ist zum einen das ÖZ sehr wichtig, da ich in dieser Kirche aufgewachsen bin. Als kleines Kind war ich hier sonntags beim Kindergottesdienst, später dann habe ich bei den katholischen Gottesdiensten den Dienst des Messdieners im ÖZ wahrgenommen.
 
KG: Welche Ideen konntet ihr umsetzen?
RS: Während der Pandemie haben wir verschiedene Angebote zum Mitnehmen erstellt, um den Menschen in der Waldsteige zu zeigen, dass das Gemeindeteam auch Ideen für diese besonderen Zeiten hat. An Weihnachten zum Beispiel haben wir Briefe mit einem kleinen Weihnachtsgruß aus dem ÖZ verteilt und Fastenimpulse zur Verfügung gestellt.
 
KG: Am 17.05.2020 wurde zum 1. Mal ein live Gottesdienst aus der Kirche St. Cäcilia über den YouTube Kanal der Kirchengemeinde gestreamt. Wie ist es Ihnen und dem Stream-Team dabei gegangen?
RS: Die ersten Gottesdienste waren etwas holprig, da zu Beginn die Internetgeschwindigkeit in St Cäcilia noch nicht ausgereicht hat. Wir konnten dann leider kein flüssiges Bild zur Verfügung stellen, was nach den ganzen Vorbereitungen und Planungen etwas frustrierend war. Nach und nach haben wir dann aber versucht mit den vorhandenen Mitteln das Beste herauszuholen, um den sonntäglichen Gottesdienst livestreamen zu können.
 
KG: Mittlerweile ist die Kirche St. Cäcilia technisch weiter aufgerüstet worden, um die Übertragung und Aufnahme zu verbessern. Wie wirkt sich das auf die Arbeit aus?
RS: Zeitweiße hat das zusätzliche Equipment den Aufwand, der an einem StreamTag zur Vor- und Nachbereitung nötig ist, erhöht. Mittlerweile sind aber die nötigen Kabel fest verlegt, sodass man mit einer halben Stunde vor Gottesdienstbeginn und einer halben Stunde nach Gottesdienstende gut hinkommt.
 
KG: Was möchten Sie unseren Gemeindemitgliedern in diesen Zeiten mit auf dem Weg geben?
RS: Ich wünsche jedem, dass er in diesen Zeiten ohne viel persönlichen Kontakt, jeder für sich trotzdem Angebote und Wege findet, aus denen nach der Pandemie vielleicht sogar neue Dinge wachsen können.
 
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Ihrem Tun.
 

Eva Weiland über ihr Engagement in der Arbeitsgruppe „fair.nah.logisch.“
 
Eva Weiland (EW) ist in unserer Kirchengemeinde seit über 12 Jahren in verschiedenen Teams und Diensten engagiert, dazu zählen unter anderem die Ministrant*innen in Herz Jesu, Reichenbuch und die Arbeitsgruppe (AG) „fair.nah.logisch.“. Im folgenden Interview berichtet Sie über ihr Engagement.
 
Warum und seit wann arbeiten Sie in der AG „fair.nah.logisch“ mit?
EW: Ich arbeite seit der Gründung im Jahr 2019 bei fair.nah.logisch mit. Grund dafür ist die voranschreitende Klimakrise und der Mangel an Maßnahmen, die dagegen unternommen werden.
 
Was bedeutet „fair.nah.logisch.“?
EW: „fair.nah.logisch“ fasst die Kriterien zusammen, die bei einem Einkauf der Kirchengemeinde beachtet werden sollen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die gekauften Produkte nach Möglichkeit unter fairen Bedingungen hergestellt wurden, aus der Region stammen (also nah sind) und ökologisch sind.
 
Welches Ziel verfolgt die AG „fair.nah.logisch.“?
EW:  Ziel der AG ist, wie oben bereits erwähnt, den Einkauf in der Kirchengemeinde möglichst nach „fair.nah.logischen“ Kriterien zu gestalten. Des Weiteren versuchen wir Ideen umzusetzen, die allgemein für eine nachhaltigere Kirchengemeinde sorgen. So wird zum Beispiel vor der Kirche St. Maria in Neckarelz eine Wildblumenwiese angelegt, die Nahrung und Lebensraum für Bienen und andere Insekten bietet. Außerdem versuchen wir auch die Gemeindemitglieder zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt „fair.nah.logisch“ im Alltag zu integrieren. Dazu wird zum Beispiel jeden Monat der „f.n.l Tipp des Monats“ im Pfarrbrief, in den Schaukästen etc. veröffentlicht.
 
Welche besonderen Erfahrungen auch bezgl. der Corona-Pandemie haben Sie in der AG gemacht?
EW: Trotz der Schwierigkeiten, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind, konnten wir unsere Arbeit online fortsetzen. Außerdem ist es trotz und gerade wegen dieser Pandemie umso wichtiger geworden die Ziele der Arbeitsgruppe weiterhin zu verfolgen
 
Die „Bewahrung der Schöpfung“ ist für alle Christ*innen ein wichtiges Thema. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie für die Bewahrung der Schöpfung sofort ändern?
EW: Mein Wunsch wäre, dass alle Menschen erkennen, welch dringendes Problem die Klimakrise für uns als Menschheit und insbesondere für die jüngeren Generationen darstellt. Und ich würde mir wünschen, dass aus dieser Erkenntnis das entsprechende Handeln folgt, sodass die Folgen der Klimakrise möglichst geringgehalten werden können.
 
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Ihrem Einsatz.
Wer gerne die AG „fair.nah.logisch.“ mitzuarbeiten, kann sich gerne bei Luise Reiland r.reiland@kath-mose.de melden.
 

Anna-Maria Sauer über ihr Engagement im Firmteam
 
Anna-Maria Sauer (AS) ist in unserer Kirchengemeinde seit mehreren Jahren in der Taufkatechese und als Wortgottfeierleiterin sowie im Gemeindeteam  im Ökumenischen Zentrum engagiert. Darüber hinaus ist sie im Firmteam der Kirchengemeinde MOSE aktiv und begleitet unsere Firmanden auf ihrem Weg zur Firmung. Im folgenden Interview berichtet Sie über ihr Engagement.
Seit wann und warum engagierst du dich in unserer Kirchengemeinde?
Seit dem Frühjahr 2020, davor habe ich mich in meiner Heimatgemeinde in Götzingen und auch in der Jugendarbeit auf Dekanatsebene engagiert.
 
Warum?
Mir ist ein lebendig gelebter Glaube wichtig und dieser kann nur lebendig bleiben, wenn sich die unterschiedlichsten Menschen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten in eine Gemeinde einbringen. Außerdem liebe ich die Begegnungen mit Menschen aller Altersgruppen. Da auch mein Mann in der Kirche engagiert ist, ist dies auch ein Hobby, welches wir gemeinsam teilen.
 
Was ist deine Motivation, dich in der Firmvorbereitung einzubringen?
Die Jugend ist für mich die Zukunft der Kirche. Wenn Ihnen eine ansprechende Zeit gestaltet wird, kann man Samen setzen, die dann vielleicht aufgehen und Jugendliche selbst einen Platz in der Gemeinde finden. Sie sollen die Kirche als offenen Ort des gelebten Glaubens erfahren.
Außerdem liebe ich die Arbeit in Teams, modern und ansprechend gestaltete Gottesdienste und den Austausch mit den Jugendlichen.
 
Was sind die Aufgaben, die du im Firmteam umsetzt?
Von mir kam der Vorschlag, das neue Firmkonzept umzusetzen. In der Seelsorgeeinheit  Buchen wird dies schon länger praktiziert. Ich habe unter anderem das Informationsheft für die Firmlinge erstellt, welches alle Glaubensbegegnungen, Impulse und Termine enthält. Ich würde mich als backoffice und  Hobby-Grafikerin in Sachen Firmung bezeichnen. Außerdem bin ich in der Gottesdienstvorbereitung aktiv und habe als Wortgottesdienstleiterin gemeinsam mit dem Firmteam ein Gottesdienst gestaltet.
 
Sich mit Jugendlichen auf dem Weg zu machen, ist oftmals eine Herausforderung. Wie knüpfst du an die Lebenswelt von Jugendlichen an?
Ich würde sagen durch mein Alter (Anmerkung: 29 Jahre), mein mittlerweile doch schon recht langes Engagement in der Jugendarbeit und meine offene lebendige Art bin ich noch nahe an der Lebenswelt der Jugendlichen dran. Auch in meiner beruflichen Arbeit war ich in der praktischen Ausbildung von Erzieherinnen tätig und habe hier regelmäßig Kontakt mit jungen Menschen. Man darf sich einfach keine sehr hohen Ziele setzen und muss sich bewusst machen, wie die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen heutzutage aussieht. Und da bin selbst ich, die noch nicht so weit weg ist, oft überrascht wieviel sich seit meiner Jugendzeit geändert hat.
Wenn man den Jugendlichen gegenüber Offenheit zeigt und flexibel auf Situationen eingehen kann, ist dies keine Herausforderung, zumindest für mich.
 
Von wem bekommst du Anerkennung und Wertschätzung für deine Tätigkeit?)
Von den Jugendlichen selbst und wir im Firmteam können uns selbst ganz gut gegenseitig loben und unterstützen. Als ich z. B. das Firmheft fertiggestellt habe und das Ergebnis gesehen habe, war ich selbst von meiner Leistung überwältigt.
 
Welche positive Bereicherung erfährst du durch deine Tätigkeit?
Die Begegnung mit den unterschiedlichsten Jugendlichen. Dass „immer wieder neu überrascht werden“ von den Jugendlichen.
Natürlich dass tolle Firmteam; hier habe ich wirklich neue Menschen kennenlernen dürfen. Ich freue mich auf alle weiteren Aktionen und Begegnungen mit dem Team.
Zu dem genieße ich die schönen Gottesdienste, hier kann ich auch immer etwas für mich mitnehmen und ich liebe einfach die musikalische Begleitung durch die Band „Old Bones“, dadurch sind die Gottesdienste  einfach viel lebendiger und ansprechender.
Vor allem aber bleibt in mir die Hoffnung, dass bei allem was gerade auf institutioneller Ebene in der katholischen Kirche passiert, die Gemeinde vor Ort lebendig bleibt und sich durch diese Basis erneuern kann.
 
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Deinem Engagement.