talentiert & engagiert
Mitarbeit in der Kirchengemeinde MOSE
Die Kirchengemeinde MOSE lebt vom Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher: unbezahlbar, wichtig, im wahrsten Sinne des Wortes "unendlich wertvoll" ist das, was jede und jeder Einzelne als Dienst in unsere Kirche einbringt. Von der Breite des Alterspektrums und der Vielfalt der Talente ganz zu schweigen: Angefangen bei der Jugendgruppenleiter/in, über die Aktiven in den Besuchsdiensten, bis hin zur den Sänger/innen in den Kirchenchören, …
Mit ihrer unverwechselbaren Art und ihren ganz persönlichen Fähigkeiten leistet jede/r einzelne unserer Mitarbeiter/innen einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung in den unterschiedlichsten Bereichen kirchlichen Lebens. Ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, gemeinsam sorgen sie dafür, dass unsere Kirche eine lebendige Gemeinschaft mit konkreten Gesichtern wird. Und sie tragen dazu bei, dass unser Glaube in verschiedenen Aktivitäten und Initiativen Hand und Fuß bekommt.
Wenn auch Sie in unserer Kirchengemeinde aktiv werden möchten, informieren wir Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten eines Engagements. Gerne beraten wir sie auch in einem persönlichen Gespräch.
länger andauern. Wie stellt ihr euch weiterhin darauf ein?
Den Anstoß für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Pfarrhaus in Neckarelz zu geben und dass dieses Vorhaben auch umgesetzt wurde.
Was hat Sie enttäuscht?
Die Arbeit für die Pastoralkonzeption, Gebäudekonzeption und Levi. Viele Stunden Beschäftigung und viel Papier. Letztendlich benötigt man Personen die Beschlüsse auch umsetzen können.
Was hat Sie an der Arbeit im PGR überrascht?
Die Vielfältigkeit der Aufgabengebiete.
Wofür haben Sie sich in besonderer Weise eingesetzt?
Für die Renovierung und Erhaltung der Gebäude.
Dafür, dass wir das Gemeindefest an Fronleichnam noch durchführen können.
Warum möchten Sie kandidieren bzw. nicht mehr kandidieren?
Nur wer mitarbeitet kann etwas bewegen!
Was hat Sie dazu bewegt, sich ehrenamtlich zu engagieren?
In einer Gemeinschaft mitzuarbeiten und sich für die Mitchristen zu engagieren.
Vielen Dank für das Interview und Ihr Engagement im PGR.
Daniela Stoitzner über ihr Engagement bei der KjG St. Josef
DS: In der Grundschule habe ich von den Gruppenstunden der KjG St. Josef gehört und bin dort mit meinen Freundinnen jede Woche hingegangen. Als wir dann 9 Jahre alt waren, durften wir endlich mit ins Zeltlager! Seit dem gehe ich jedes Jahr mit, dieses Jahr schon zum 17. Mal.
KG: Mittlerweile bist du Gruppenleiterin. Wie kam es dazu?
DS: Nachdem ich 7 Jahre als Teilnehmerin im Zeltlager dabei war, haben mich die
(mittlerweile ehemaligen) Leiter*innen gefragt, ob ich nicht Lust hätte, auch als
Leiterin mit zu gehen. Natürlich hatte ich große Lust! In den vier Jahren danach habe
ich mit meinen Freunden zusammen eine Gruppenstunde für Grundschüler geleitet
und habe nach und nach immer mehr Aufgaben in der Vorbereitung und
Durchführung des Zeltlagers übernommen. Mittlerweile gehöre ich mit meinen 25 Jahren quasi schon zu den alten Hasen- in den letzten zwei Jahren wurden unsere ehemaligen Gruppenkinder schon zu Leiter*innen ernannt. Das war echt verrückt, aber gleichzeitig auch sehr schön zu sehen, dass die nächste Generation unser Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit weiterführen möchte.
KG: Was macht die KjG St. Josef für dich aus?
DS: Für mich bedeutet die KjG vor allem Gemeinschaft! Die meisten anderen Leiter*innen
kenne ich schon seit ich denken kann und obwohl mittlerweile viele von uns nicht
mehr in Mosbach wohnen, sondern irgendwo in Deutschland verteilt studieren oder
arbeiten, bedeutet uns allen die KjG und unsere Freundschaft so viel, dass wir regelmäßig dafür wieder nach Mosbach fahren. Wir sind keine Zweckgemeinschaft, sondern ein großer Freundeskreis und unternehmen auch außerhalb des Zeltlagers und unseren KjG- Aktionen viel miteinander. Wir wissen alle, dass wir uns hundertprozentig aufeinander verlassen können. Dieser Zusammenhalt ist einzigartig und bedeutet uns allen unglaublich viel!
KG: Welches Highlight mit der KjG bleibt dir immer in Erinnerung?
DS: Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll!
Meine schönsten Momente mit der KjG sind die abendlichen Lagerfeuerrunden im Zeltlager. Die Gitarrenmusik und der Gesang aller Kinder und Leitenden, dazu das knisternde Feuer und ein strahlender Sternenhimmel – das sind Momente, in denen man realisiert, wie wenig man doch zum Glücklich sein braucht.
Dieses Jahr haben wir uns eine besondere Aktion überlegt, diesmal nicht für unsere Teilnehmenden, sondern für die ehemaligen Leiter*innen der KjG. Beim Aufbau haben wir alle für zwei Tage auf den Zeltplatz eingeladen, um einfach mal wieder alle zu sehen und mal wieder in Zeltlagerstimmung zu kommen. Wir haben gegrillt und viel erzählt und den Abend ganz klassisch mit Lagerfeuer und einer Fotoshow mit vielen alten Bildern ausklingenlassen. Es war sehr schön zu sehen, dass auch die ehemaligen Leitenden, die schon seit einigen Jahren nicht mehr aktiv in der KjG engagiert sind, immer noch sehr verbunden mit der Gemeinschaft sind und sich gerne an ihre Zeit bei der KjG zurück erinnern.
KG: Was heißt es für dich, sich bei einer verbandlichen Jugendgruppe zu engagieren?
DS: Durch die verbandliche Vernetzung unserer KjG erhalten wir auch viel Unterstützung
außerhalb der Seelsorgeeinheit. Sei es durch Zuschüsse vom BDKJ , tolle
Überraschungspakete für unser Zeltlager vom Kreisjugendring oder einfach nur in Form eines Ansprechpartners bei offenen Fragen, beispielsweise zum Thema Datenschutz.
KG: Welchen Dank und Anerkennung erfährst du für deinen ehrenamtlichen Einsatz?
DS: Der größte Dank sind die strahlenden Kinderaugen im Zeltlager oder bei sonstigen
KjG-Aktionen. Da merkt man, wozu man so viele Stunden in den Monaten vor dem
Zeltlager investiert hat und dass sich das total gelohnt hat. Aber auch viele Eltern
wissen unser Engagement zu schätzen.
Mein Bruder engagiert sich ebenfalls seit vielen Jahren in der KjG und unsere Eltern unterstützen uns, wo sie können, obwohl wir meistens, wenn wir dann mal übers Wochenende in Mosbach sind, mehr Zeit mit der KjG als daheim verbringen. Aber auch von Seiten der Seelsorgeeinheit erfahren wir immer wieder Dankbarkeit für unsere kirchliche Jugendarbeit. Einige Mitglieder des Pfarrgemeinderats fahren sogar jedes Jahr extra für unseren Lagergottesdienst mit Diakon Manfred Leitheim zu uns auf den Zeltplatz.
KG: Hast du noch weitere Ehrenämter?
DS: Ja, auch hier in Konstanz engagiere ich mich ehrenamtlich. Seit fünf Jahren bin ich
hier in der Fachschaft des Fachbereichs Sport tätig, das ist so etwas wie die SMV der
Schule, bloß eben an der Universität. Nebenbei habe ich immer verschiedene
Projekte, die ich unterstütze. Beispielsweise Sport mit Geflüchteten oder
verschiedene AGs, die ich ehrenamtlich an Schulen in Konstanz anbiete.
KG: Was möchtest du noch zur KjG sagen?
DS: Viele Menschen, denen ich erzähle, dass ich nun schon seit 17 Jahren jedes Jahr in
den Sommerferien ins Zeltlager fahre und auch unter dem Jahr sehr viel Zeit in die
Vor- und Nachbereitung des Zeltlagers und vieler anderer KjG- Aktionen stecke,
können das zuerst nicht verstehen. Ich denke, das kann man auch erst so richtig
verstehen, wenn man einmal selbst dabei war. Wir möchten anderen
Kindern ermöglichen, auch die Gemeinschaft und die Abenteuer der KjG-Zeltlager
erleben zu dürfen, so wie wir es früher als Teilnehmende erleben konnten. Vor allem
durch das Zeltlager haben wir gelernt, wie wichtig Freundschaft und Gemeinschaft fürs Leben ist und wie es sich anfühlt, sich abseits von Smartphone und Internet, auf das Miteinander zu konzentrieren. Aber natürlich könnten wir das alles ohne die Unterstützung von einigen Menschen nicht schaffen!
Beispielsweise versorgt uns jedes Jahr die Stadtapotheke Mosbach mit Medikamenten für die Erstversorgung, Stefan Kretz (Tief- und Landschaftsbau GmbH) fährt unser gesamtes KjG Hab und Gut beim Aufbau mit einem LKW zum Zeltplatz und holt uns beim Abbau wieder ab, die Firma Lintz & Hinninger unterstützt uns bei der Bestellung unserer mobilen Toiletten, Diakon Manfred Leitheim gestaltet jedes Jahr einen wunderschönen Zeltlagergottesdienst direkt auf dem Platz und einige unserer Mütter gehen schon seit vielen Jahren als Köchinnen mit ins Zeltlager und sorgen für die kulinarische Verpflegung.
Für diese Unterstützung sind wir Leiter*innen sehr dankbar!
KG: Vielen Dank für das Gespräch und ein herzliches Dankeschön für dein Engagement.
Die KjG St. Josef bietet für alle 1.-5. Klässler ab jeden Dienstag von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr im Gruppenzimmer des Pirminsaal St. Josef an. Wer Lust hat, darf gerne vorbei schnuppern!
Weitere Infos hier: http://www.kjg-stjosef-mosbach.de/
Volker Vogel über sein langjähriges Engagement bei der Kolpingfamilie Mosbach
VV: Ich bin seit 1956 ehrenamtlich bei Kolping dabei. Ich bin über meinen Bruder dazu gekommen. Damals war ich 13 Jahre alt! Ich bin in die Gruppenstunden gegangen und habe an der Gruppenleiterschulung von Kolping teilgenommen. Danach habe ich die männliche Gruppenstunde der Kolpingjugend übernommen.
KG: Was hat Sie bei der Kolpingfamilie angesprochen?
VV: Mich haben damals die vier Grundpfeiler von Adolph Kolping angesprochen: Sei ein tüchtiger Christ, ein tüchtiger Meister, ein tüchtiger Bürger und ein tüchtiger Familienvater. Das zählt für mich noch heute.
KG: Welche Aufgaben übernehmen sie bei Kolping?
VV: Ich bin gewähltes Mitglied im Leitungsteam der Kolpingsfamilie Mosbach. Wir sind drei Personen im Team. Im Grunde organisiere ich die Kolpingfamilie Mosbach seit 55 Jahren mit.
KG: Was haben Sie in ihrer langen Laufbahn bei der Kolpingfamilie alles umgesetzt?
VV: Da gibt es sehr vieles! Aber vorab muss ich erklären, dass ich gelernter Maurer, Ofensetzen und Fliesenleger bin. Zusätzlich bin ich Maurermeister, Betonbaumeister und Techniker für Hochbau und habe ein Fernstudium für Bauingenieurwesen absolviert. Mit diesem Wissen konnte ich bei vielen baulichen Projekten in der Kirchengemeinde die ehrenamtliche Bauleitung übernehmen.
Volker Vogel zählt seine vielen Baumaßnahmen auf, die er als Bauleitung gestemmt hat. Dazu zählen unter anderem:
- Umbau des Schwesternhauses in der Friedrich-Ebertstraße
- Erweiterung des Kolpingraumes im Gemeindehaus St. Cäcilia 1982
- unter der Kirche St. Cäcilia ausgehoben, planiert und die Bodenplatte betoniert
- in Zusammenarbeit mit den Pfadfinderstamm Bernhard von Baden wurde der Kirchplatz erneuert und
gepflastert
- Mitwirkung bei der Errichtung des Kiwwelschisser-Brunnens in der Innenstadt
- Umbau der Altenbegegnung im Gemeindehaus St. Cäcilia zum Seniorentreff
- Erneuerung der Abwasseranlage im Gemeinderaum und die Sanierung des Kolpingraumes - u.v.m.
KG: Welche Besonderheiten hat es für Sie, sich bei der Kolpingsfamilie zu engagieren?
VV: Für mich ist es etwas Besonderes, das Banner von Kolping zu tragen. Ich wurde von Kaplan Bernhard Jung vereidigt. Das gab es damals noch. Am Kolping Gedenktag am 8. Dezember 1959 wurde ich in das Amt des Bannerträgers eingeführt. Und trage das Banner bis heute bei feierlichen und traurigen Anlässen.
KG: An welche besondere Aktion von der Kolpingsfamilie erinnern Sie sich immer wieder?
VV: Es gab und gibt noch viele Aktivitäten, von denen ich die aufregendste und mit Angst verbundene erwähnen möchte. Ich erinnere mich an unseren Kleider- und Lebensmitteltransport nach Polen im Januar 1982. Da ein Mitglied aus unserer Gemeinde es nicht mehr alleine schaffte, Lebensmittel für seine Angehörige und Freunde nach Polen zu schicken, haben wir es übernommen eine große Aktion zu starten. Wir haben Päckchen für Kinder gepackt und Kleider und Lebensmittel gesammelt. In der Zeit von 1981 bis 1983 wurde in Polen das Kriegsrecht ausgerufen und wir sind sozusagen als Erste in ein Krisengebiet gefahren. Unter der Organisation von Caritas konnten wir nach Polen einreisen. Trotz großer Widrigkeiten haben wir es geschafft, nach Opeln (Bischofsitz) zu gelangen und unsere Lieferung abzugeben und die Lebensmittel und Medikamente, vor allem an Kinder, zu verteilen. Es war schon eine schreckliche Reise. Wir haben Panzer gesehen, Grenzkontrollen erlebt und brenzlige Situationen gemeistert. Es war für uns alle klar: Wir kommen in friedlicher Absicht und mit Gottes Segen. Uns wird schon nichts passieren. Die Dankbarkeit und die Freude in den Gesichtern der Beschenkten war enorm. Der Aufwand hat sich gelohnt. Im Kloster Balsbach wurde Tag und Nacht für uns gebetet.
KG: Erfahren Sie heute auch Anerkennung und Dankbarkeit für ihren ehrenamtlichen Einsatz?
VV: Es gibt immer wieder Anerkennung oder dass der ein oder andere „Danke“ sagt und mir
mal ein Foto von einer Aktion vorbeibringt. Und mir selbst gibt es auch eine Art von Befriedigung, aber es ist auch eine Art von Verpflichtung, so nach dem Motto „einer muss es ja tun!“.
KG: Haben Sie noch andere Ehrenämter?
VV: Ich war von 1989 bis 1994 im Stadtrat der Stadt Mosbach gewählt. Und ich hatte die ehrenamtliche Bauleitung der KZ-Gedenkstätte in Neckarelz inne. Der Bau dauert über zwei Jahre und die Gedenkstätte wurde 2011 eingeweiht.
KG: Sie sind ja ein „Tausendsassa“ und eine Familie haben Sie ja auch …
VV: Ja! Ich habe drei hübsche Töchter, also ein 4-Frauenbund und 3 Enkel.
KG: Möchten Sie abschließend etwas zur Kolpingsfamilie sagen?
VV: Ich möchte noch ein Zitat von Papst Pius XII zitieren, das er 1955 zur Jahrhundertfeier der Kolpingfamilie gesagt hat: Mögen die Söhne Adolph Kolping sich immer und lebendig bewusst sein, dass sie nicht irgendein Verein mit einem profanen Zweck bilden, dass sie vielmehr vor eine hohe religiöse und soziale Aufgabe gestellt sind. Die Erfüllung dieser Aufgabe ist in der Gegenwart noch viel schwieriger als vor hundert Jahren. Wenn die Mitglieder Beter sind wie es ihr Vater Adolph Kolping, werden sie es mit Gottes Gnaden auch heute erreichen.
KG: Vielen Dank für das Gespräch und ein herzliches Dankeschön für all ihr Schaffen.
Die Kolpingsfamilie Mosbach versteht sich als Weg-, Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft. Die Kolpingsfamilie führt viele Veranstaltungen und Aktionen durch. Gerne darf „geschnuppert“ werden. Und über neue Mitglieder freut sich die Kolpingsfamilie auch! Mehr Informationen finden Sie auf https://www.kolping-mosbach.de/ .
