Pfarrkirche St. Maria

 
Bau der Marienkirche als neues Zentrum der Neckarelzer und Diedesheimer Katholiken

Die Geschichte der Neckarelzer Pfarrei beginnt viel früher und hat im „Tempelhaus“ die Keimzelle der Eigenständigkeit. Zwar wurde nach größeren Streitigkeiten bereits im Jahr 1707 das Tempelhaus von den Katholiken bezogen, doch erst im Jahr 1731 wurde das Tempelhaus Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde Neckarelz (geweiht 1737 zu Ehren Mariä Himmelfahrt) und ist auch heute noch in ihrem Eigentum. Davor (seit 1699) wurde das Gotteshaus der Reformierten (Martinskirche) mit benutzt.

 (Quelle:www.tempelhaus-neckarelz.de; http://de.wikipedia.org/wiki/Tempelhaus_%28Neckarelz%29)

„Du hast erhört, o Herr, das Flehen Deines Dieners, zu bauen einen Tempel Deinem Namen. So seghe dieses Haus und heil’ge es für immer, Du Gott Israels!“ Im Oktober 1955 gab der Initiator Pfarrer Heinrich Weber dies in seinem Geleitwort aus der Festschrift von 1955 als Textpassage aus den Responsorien an, die ihn besonders angesprochen hätten.

Die Kirche, deren Grundsteinlegung auf das Jahr 1954 datiert, wurde u. a. mit Hilfe des Kirchenbauvereins finanziert, der monatliche Haussammlungen mit Unterstützung des Müttervereins durchführte. Einzelne Frauen hätten dies bis zu 16 Jahre lang durchgeführt – so der Festschrift zum 50jährigen Jubiläum zu entnehmen.

Das prägende Bild der Rosenkranzfenster

Das Bild der Marienkirche prägen vor allem die Rosenkranzfenster. Sie schmücken sowohl das Kirchenschiff als auch den Chor (dort das große Chorfenster mit den fünf Geheimnissen  des glorreichen Rosenkranz).

Sie zeigen, aus der Hand des Künstlers Edzard Seeger (Tuttlingen) stammend, die fünfzehn Geheimnisse des Rosenkranz (freudenreiche, schmerzhafte und glorreiche Geheimnisse). Das wirklich als außergewöhnlich einzustufende Engagement der Bürger und Christen der Gemeinde zeigt die Finanzierung der gesamten Fenster, die in nur wenigen Tagen abgeschlossen werden konnte. Der Festschrift zum 50jährigen Bestehen sind die Namen der Spender zu entnehmen.

Die Glocken der Marienkirche

Für nur wenige noch in ihrer Amtsausübung zu sehen, den meisten heute aber völlig unbekannt sind die Glocken der Marienkirche. Doch erst 1 Jahr nach Fertigstellung der Kirche konnte der Stiftungsrat ein Geläut anschaffen. Die Firma Bachert aus Kochendorf erhielt den Auftrag, drei neue Glocken zu gießen. Die vierte Glocke (Ignatiusglocke) stammt aus der Jesuitenkirche in Mannheim. Sie hat eine besondere historische Bedeutung, wurde sie doch 1948 aus dem Material gegossen, das von zwei 1943 bei einem Fliegerangriff auf Mannheim zerstörten Glocken stammt. Das Geläut der Marienkirche umfasst also vier Glocken. Dies sind a) Ignatiusglocke, b) Marienglocke, c) Josephsglocke und die Friedensglocke

Was ist ein Gottesdienst ohne Musik? Die Orgel in der Marienkirche

Erst im Jahr 1965 wurde die Orgel in einer kirchenmusikalischen Feierstunde geweiht. Sie umfasst 28 Register und zwei Manuale. Sie wurde von der Firma Heißler, Markelsheim, gebaut und ist ein Instrument mit reicher Variationsbreite und Klangfülle. „(…) Das Hauptschwellwerk, eine Besonderheit der Orgel, bietet durch den Einbau des Rohrwerkes die Möglichkeit des dynamischen Ausgleichs, während der angeschlossene Zungenchor dem Tutti enorme Strahlkraft verleiht. (…)“ (Quelle: Zeitungsartikel zur Orgelweihe 1965, Kuno Schnader)

Eine Chronik der Marienkirche folgt in Kürze

Quellen für den Text sind die Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Marienkirche (1955 – 2005), die Seiten des Fördervereins Tempelhaus (www.tempelhaus-neckarelz.de) sowie wikipedia

 
St. Maria Adresse
Kath. Kirche St. Maria
Marienstr. 2
74821 Neckarelz
St. Maria Maps
Marienbrunnen