Pfarrkirche St. Paulus - Lohrbach
Geschichte der Kirche St.Paulus
Der Grundstein unserer Kirche wurde gelegt am Christkönigsfest, den 29. Oktober 1967. Der Bau war notwendig geworden, da die alte Kirche beim Lohrbacher Wasserschloss baufällig und zu klein geworden war. Unvergessen bleibt die Mitternachtsmesse an Heilig Abend 1966, in der bei vollbesetztem Raum ein Teil der Decke einbrach und in den Mittelgang stürzte. Dieser Einsturz löste den Neubau der Kirche aus, mit dem schon im Sommer 1967 begonnen werden konnte.
Am Palmsonntag 1969 übertrug man in einer eindrucksvollen Prozession das Allerheiligste sowie die Marienstatue von der alten in die neue Kirche. Die Marienstatue befindet sich noch heute drüben am Marienaltar. Genau 2 Jahre nach der Grundsteinlegung war die Weihe der neuen Kirche St. Paulus durch Herrn Weihbischof Karl Gnädinger.
Der Grundriss der Kirche ist ein Quadrat mit abgeschnittenen Ecken, darüber ein Satteldach, ein Quadrat, in der Mitte gefaltet und auf zwei Pylonen aufgesetzt, die das Dach mit einem Gewicht von 110 Tonnen Stahl tragen. Herr Ullmann aus Buchen war der Architekt.
Der Innenraum ist sehr hell, die Fenster klar, damit „alle Welt“ – d.h. das Dorf und die umgebende Natur – mit hinein genommen sind in die Gottesdienste.
Der Kirchenbau hat primär der Eucharistie zu dienen. Dementsprechend beanspruchen Altar und Tabernakel das Zentrum des Gotteshauses. In unserer Kirche steht der Tabernakel an einem hervorragenden Platz und kann auch von den stillen Betern der Seitenkapelle gesehen werden. Es wird hier sehr deutlich, wie Wort und Sakrament – rechts und links neben dem Altar verbinden unter dem Zeichen des Kreuzes.
Dieser Gedanke wird auch unterstrichen durch die künstlerische Gestaltung: Die gleichen Formen und die gleichen Elemente, wie feuerversilbertes Kupfer mit Emaille und Bergkristall finden sich in Tabernakel, Kreuz und dem Taufstein und bringen somit auch äußerlich die Verbindung von Altar und Taufstein.
An unserem Kreuz trägt Christus die Dornenkrone, aber in der würdigen Haltung eines Königs, das heißt in allen Leiden und Tod blieb er der eigentliche Sieger.
Auf dem Taufstein liegt in der Mitte dreier Kreise – Taufe auf den Namen der Dreifaltigkeit - ein blauer Kristall. In ihm fängt sich durch die darüberliegende Kuppel das Blau des Himmels. Dieses „Blau“ –symbolische Farbe für das Himmlische – setzt sich fort in den blauen Teppichen an den Altären als Heiliger Bezirk, am Vorhang bei Maria, die ja im Himmel ist, sowie an den Emailleeinsätzen in der Osterkerze, am Tabernakel, am Lesepult und am Kreuz.
Verantwortlich für die Gestaltung der Entwürfe sowie der Ausführung zeichnet sich der Künstler Herbert Kämper aus Eichesheim bei Karlsruhe.
Ein weiterer markanter Blickpunkt im Innenraum der Kirche ist die Paulus-Statue, geschnitzt von Herrn Ohmayer aus Oberstdorf. Der Völkerapostel Paulus ist der Patron der Pfarrkirche. Vom gleichen Künstler stammt auch die Abendmahlsszene über dem Altar in der Seitenkappelle.
Jeder christliche Gottesdienst beginnt und schließt immer mit dem Bekenntnis zur Dreifaltigkeit: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. In den drei Betonglasfenstern ist dies dargestellt:
1.Der Schöpfer- und Vatergott
2.Jesus Christus, das Lamm, das hinwegnimmt die Sünden der Welt.
3.Die Feuerzungen des Heiligen Geistes, der die Kirche führt und leitet.Bei der Konsekration der Kirche bezeichnet der Bischof das Portal mit hl. Chrisam in Kreuzesform und spricht: „Diese Pforte sei geweiht und Gott dem Herrn anvertraut. Friede sei durch ihn, der sich selbst die Tür nannte, Jesus Christus, unser Herr.“ Das Hauptportal unserer Kirche zeigt in vier großen in Kupfer getriebene Medaillons, vier bedeutende Szenen aus dem Leben des hl. Paulus:
1.Berufung des Saulus – Bekehrung vor Damaskus
2.Paulus predigt auf dem Markt in Athen
3.Paulus verteidigt sich vor König Agrippa
4.Paulus wird in Rom mit dem Schwerte hingerichtet.
Im Seitenportal sehen wir einige Medaillons, die auf den Erbauer der Kirche, unseren früheren Pfarrer Hermann Meyer, schließen:
1.Der Hobel deutet hin auf die Abstammung aus einer Schreinerfamilie, die 12 Sterne sind die 12 Kinder in dieser Familie.
2.Der Kelch mit der Inschrift ist der Primizkelch des Pfarrers mit der Bibel und dem Vers: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.“
3.Der Hirsch trinkt an der Quelle gemäß dem Psalmwort: „Wie der Hirsch verlangt nach frischem Wasser, so dürstet meine Seele Gott, nach dir.“ Vielleicht ist das aber auch der Hinweis, dass Pfarrer Meyers große Leidenschaft die Jagd war.
4.Der Lebensbaum mit den Paradiesvögeln symbolisiert Frieden und Harmonie im Paradies mit Mensch und Natur.
Unsere Orgel ist eine zweimanualige Schleifladenorgel mit 23 Register. Das II. Vatikanische Konzil sagt. „Die Pfeifenorgel soll in der Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben.“ In diesem Sinne hat die Gemeinde eine Orgel angeschafft, die der Größe, der Form und der Akustik des Raumes gerecht wird.
Beim Anfahren nach Lohrbach fällt der Kirchturm unserer Kirche auf. Er ragt mit seinen 28 Meter wie ein großer Zeigefinger in den Himmel. An seiner Spitze befindet sich ein 5,70 m großes Kreuz, das bei Nacht (besonders am Wochenende) erleuchtet ist. In der Glockenstube des Turms hängen 4 Glocken: die Paulusglocke, die Marienglocke, die Friedensglocke und die Totenglocke.
Neben dem Turm steht das alte Steinkreuz vom Jahre 1759, das an der alten Kirche stand und nun am „Eingang zum befriedeten Bezirk“ mit Kirchplatz, Kirche und Friedhof steht.
Direkt vor dem Haupteingang der Kirche befindet sich der Paulusbrunnen, erbaut 1989. Die Form und das Material gleicht sich der Kirche an. Aus drei Basaltsäulen der Vulkaneifel, der Heimat unseres ehemaligen Pfarrers, fließt ständig Wasser. Die drei Säulen symbolisieren die drei Gemeinden unserer Pfarrei: Lohrbach, Sattelbach und Reichenbuch. Zum zweiten symbolisieren sie den „harten Kern“ des Glaubens: Glaube, Hoffnung und Liebe wie Paulus schreibt. Dass diese drei Tugenden stets lebendig seien, deshalb fließt ständig Wasser aus ihnen, Zeichen des Lebens.
Am Palmsonntag 1969 übertrug man in einer eindrucksvollen Prozession das Allerheiligste sowie die Marienstatue von der alten in die neue Kirche. Die Marienstatue befindet sich noch heute drüben am Marienaltar. Genau 2 Jahre nach der Grundsteinlegung war die Weihe der neuen Kirche St. Paulus durch Herrn Weihbischof Karl Gnädinger.
Der Grundriss der Kirche ist ein Quadrat mit abgeschnittenen Ecken, darüber ein Satteldach, ein Quadrat, in der Mitte gefaltet und auf zwei Pylonen aufgesetzt, die das Dach mit einem Gewicht von 110 Tonnen Stahl tragen. Herr Ullmann aus Buchen war der Architekt.
Der Innenraum ist sehr hell, die Fenster klar, damit „alle Welt“ – d.h. das Dorf und die umgebende Natur – mit hinein genommen sind in die Gottesdienste.
Der Kirchenbau hat primär der Eucharistie zu dienen. Dementsprechend beanspruchen Altar und Tabernakel das Zentrum des Gotteshauses. In unserer Kirche steht der Tabernakel an einem hervorragenden Platz und kann auch von den stillen Betern der Seitenkapelle gesehen werden. Es wird hier sehr deutlich, wie Wort und Sakrament – rechts und links neben dem Altar verbinden unter dem Zeichen des Kreuzes.
Dieser Gedanke wird auch unterstrichen durch die künstlerische Gestaltung: Die gleichen Formen und die gleichen Elemente, wie feuerversilbertes Kupfer mit Emaille und Bergkristall finden sich in Tabernakel, Kreuz und dem Taufstein und bringen somit auch äußerlich die Verbindung von Altar und Taufstein.
An unserem Kreuz trägt Christus die Dornenkrone, aber in der würdigen Haltung eines Königs, das heißt in allen Leiden und Tod blieb er der eigentliche Sieger.
Auf dem Taufstein liegt in der Mitte dreier Kreise – Taufe auf den Namen der Dreifaltigkeit - ein blauer Kristall. In ihm fängt sich durch die darüberliegende Kuppel das Blau des Himmels. Dieses „Blau“ –symbolische Farbe für das Himmlische – setzt sich fort in den blauen Teppichen an den Altären als Heiliger Bezirk, am Vorhang bei Maria, die ja im Himmel ist, sowie an den Emailleeinsätzen in der Osterkerze, am Tabernakel, am Lesepult und am Kreuz.
Verantwortlich für die Gestaltung der Entwürfe sowie der Ausführung zeichnet sich der Künstler Herbert Kämper aus Eichesheim bei Karlsruhe.
Ein weiterer markanter Blickpunkt im Innenraum der Kirche ist die Paulus-Statue, geschnitzt von Herrn Ohmayer aus Oberstdorf. Der Völkerapostel Paulus ist der Patron der Pfarrkirche. Vom gleichen Künstler stammt auch die Abendmahlsszene über dem Altar in der Seitenkappelle.
Jeder christliche Gottesdienst beginnt und schließt immer mit dem Bekenntnis zur Dreifaltigkeit: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. In den drei Betonglasfenstern ist dies dargestellt:
1.Der Schöpfer- und Vatergott
2.Jesus Christus, das Lamm, das hinwegnimmt die Sünden der Welt.
3.Die Feuerzungen des Heiligen Geistes, der die Kirche führt und leitet.Bei der Konsekration der Kirche bezeichnet der Bischof das Portal mit hl. Chrisam in Kreuzesform und spricht: „Diese Pforte sei geweiht und Gott dem Herrn anvertraut. Friede sei durch ihn, der sich selbst die Tür nannte, Jesus Christus, unser Herr.“ Das Hauptportal unserer Kirche zeigt in vier großen in Kupfer getriebene Medaillons, vier bedeutende Szenen aus dem Leben des hl. Paulus:
1.Berufung des Saulus – Bekehrung vor Damaskus
2.Paulus predigt auf dem Markt in Athen
3.Paulus verteidigt sich vor König Agrippa
4.Paulus wird in Rom mit dem Schwerte hingerichtet.
Im Seitenportal sehen wir einige Medaillons, die auf den Erbauer der Kirche, unseren früheren Pfarrer Hermann Meyer, schließen:
1.Der Hobel deutet hin auf die Abstammung aus einer Schreinerfamilie, die 12 Sterne sind die 12 Kinder in dieser Familie.
2.Der Kelch mit der Inschrift ist der Primizkelch des Pfarrers mit der Bibel und dem Vers: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.“
3.Der Hirsch trinkt an der Quelle gemäß dem Psalmwort: „Wie der Hirsch verlangt nach frischem Wasser, so dürstet meine Seele Gott, nach dir.“ Vielleicht ist das aber auch der Hinweis, dass Pfarrer Meyers große Leidenschaft die Jagd war.
4.Der Lebensbaum mit den Paradiesvögeln symbolisiert Frieden und Harmonie im Paradies mit Mensch und Natur.
Unsere Orgel ist eine zweimanualige Schleifladenorgel mit 23 Register. Das II. Vatikanische Konzil sagt. „Die Pfeifenorgel soll in der Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben.“ In diesem Sinne hat die Gemeinde eine Orgel angeschafft, die der Größe, der Form und der Akustik des Raumes gerecht wird.
Beim Anfahren nach Lohrbach fällt der Kirchturm unserer Kirche auf. Er ragt mit seinen 28 Meter wie ein großer Zeigefinger in den Himmel. An seiner Spitze befindet sich ein 5,70 m großes Kreuz, das bei Nacht (besonders am Wochenende) erleuchtet ist. In der Glockenstube des Turms hängen 4 Glocken: die Paulusglocke, die Marienglocke, die Friedensglocke und die Totenglocke.
Neben dem Turm steht das alte Steinkreuz vom Jahre 1759, das an der alten Kirche stand und nun am „Eingang zum befriedeten Bezirk“ mit Kirchplatz, Kirche und Friedhof steht.
Direkt vor dem Haupteingang der Kirche befindet sich der Paulusbrunnen, erbaut 1989. Die Form und das Material gleicht sich der Kirche an. Aus drei Basaltsäulen der Vulkaneifel, der Heimat unseres ehemaligen Pfarrers, fließt ständig Wasser. Die drei Säulen symbolisieren die drei Gemeinden unserer Pfarrei: Lohrbach, Sattelbach und Reichenbuch. Zum zweiten symbolisieren sie den „harten Kern“ des Glaubens: Glaube, Hoffnung und Liebe wie Paulus schreibt. Dass diese drei Tugenden stets lebendig seien, deshalb fließt ständig Wasser aus ihnen, Zeichen des Lebens.










