Abschied, Tod und Trauer

 

Abschied

Das Sterben ist eine wesentliche Etappe, die zum menschlichen Leben gehört, aber häufig stark ausgeblendet wird. Abschiede im Leben und der Verlust eines geliebten Menschen lassen uns oft erst einmal hilflos und ohnmächtig da stehen.
Wir begleiten Sie und Ihren Angehörigen in dieser herausfordernden Situation gerne im seelsorgerlichen Gespräch. Der ambulante ökumenische Hospizdienst kann darüber hinaus als wertvolle Unterstützung für diese Lebensphase angefragt werden. Die Kirche bietet zusätzliche heilsame Formen an:
Die Krankensalbung
 Die Krankensalbung ist ein Sakrament, das häufig mit dem nahenden Tod eines geliebten Menschen in Verbindung gebracht wird. Dann wird oft von der „Letzten Ölung“ gesprochen. So wird dieser Ritus aber nicht in seiner eigentlichen Bedeutungsfülle verstanden. „Letzte Ölung“ meint einfach nur, dass es chronologisch, nach Taufe und Firmung, die letzte von den Ölungen ist, die die Kirche kennt. Wie der Begriff Krankensalbung schon verrät, geht es zunächst nicht um den Tod, sondern darum, einem kranken Menschen Trost zu spenden, die rettende Nähe Christi zuzusprechen und die aufrichtende Kraft des Heiligen Geistes zu vermitteln.
Die Krankenkommunion oder Wegzehrung
Wenn ein Mensch im Sterben liegt, kann er das Sterbesakrament empfangen. Darunter versteht man den Empfang der „Letzten Kommunion“, die auch als „Wegzehrung“ für den Weg ins Jenseits bezeichnet wird. Der sterbende Mensch, dessen Lebenskräfte ihn verlassen, darf gerade jetzt in besonderer Weise im Kommunionempfang die Nähe Christi erfahren, auf dessen Leid und Tod die Auferstehung folgte. Selbst in diesem schwierigen Moment des Abschieds soll die Hoffnung auf Leben erfahrbar werden. Falls die Krankensalbung oder die Wegzehrung am Lebensende nicht möglich sind, kann der Sterbesegen gesprochen werden.
Der Sterbesegen
Einen Menschen zu segnen bedeutet, dass wir ihm von Gott her Gutes zusagen. Der Sterbesegen ist ein christliches Ritual für den Übergang vom Leben zum Tod. Durch dieses Ritual soll das Vertrauen in Gott zum Ausdruck kommen. Gott verlässt den Menschen nicht. Auch im Tod ist er für uns da. Gott hat seinen Sohn Jesus Christus auferweckt. Er wird auch uns auferwecken und in seine unendliche Liebe aufnehmen. Der Sterbesegen ist eine wichtige Ergänzung zu den Sakramenten der Krankensalbung und der Wegzehrung. Er soll helfen, die Unausweichlichkeit des Todes auszuhalten, die Sterbenden auf ihrem Weg zu begleiten und den Angehörigen in ihrem Abschiedsschmerz beizustehen.
Wenn ein Angehöriger in den Sterbeprozess eingetreten ist, können Sie gerne in einem der Pfarrbüros anrufen. Warten Sie damit nicht bis zum letzten Moment.
 

Tod

In den Tagen des Abschieds muss vieles bedacht werden.  Die folgenden Hinweise sollen Ihnen einen Überblick geben. Wir unterstützen Sie und beantworten gerne Ihre Fragen:
 
Was ist im Todesfall zu tun?
 
Wenn ein Angehöriger verstorben ist, läuft die Vorbereitung der Bestattung immer über das von Ihnen beauftragte Bestattungsunternehmen. Nehmen Sie als erstes Kontakt zu einem Bestatter  auf. Er klärt für Sie und mit Ihnen, wann und auf welchem Friedhof die Bestattung stattfindet. Er informiert auch umgehend das Pfarrbüro, welches Ihnen eine/n Seelsorger/in vermittelt. Der/die Seelsorger/in nimmt dann Kontakt zu Ihnen auf und vereinbart mit Ihnen einen Termin für das Trauergespräch. Beim Trauergespräch stehen das Leben der/des Verstorbenen und die Besprechung der Trauerfeier im Mittelpunkt. Weitere Fragen bzgl. eines Totengebets, des Seelenamtes u.ä. werden dort auch geklärt.
In Absprache mit dem Bestatter können Sie den Verstorbenen auch noch einige Zeit zu Hause behalten, wenn Sie in Ruhe Abschied nehmen möchten.
 

Trauer

Ohne den Verstorbenen weiterleben zu müssen, stellt für viele Trauernde zunächst die eigene Welt auf den Kopf und oft mühsam müssen sie lernen, ohne ihn und zugleich auch in einer anderen Verbundenheit mit ihm ihr Leben zu gestalten.  Die eigene Trauer weist dabei den Weg, der individuell sehr verschieden aussehen kann. Unsere Pfarrgemeinde nimmt Anteil an Ihrem Schicksal. Wir begleiten Sie auch gerne nach der Beerdigung oder Trauerfeier in Ihrer Trauer oder suchen mit Ihnen ein passendes Angebot .
Im Raum Mosbach existieren verschiedene offene oder geschlossene Trauergruppen. Infos dazu finden Sie unter Dekanat Mosbach Buchen > Trauerpastoral. In unserer Kirchengemeinde MOSE gibt es eine "Arbeitsgruppe Trauerpastoral", die aus drei ausgebildeten Trauerbegleiterinnen und einer Gemeindereferentin besteht. Wir versuchen auf die Bedürfnisse Trauernder durch Einzelbegleitung, Begegnungsnachmittage, Trauerwanderungen oder installierte Trostwege in Kirchen zu reagieren. Fragen Sie uns und unsere Angebote über die Pfarrbüros gerne an.
 
Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung,
Gedenken unsere Liebe.
(Hl. Augustinus)
 
Im Neckar-Odenwald-Kreis sind 2018 in Buchen und Obrigheim zwei TrauerTheken eingerichtet worden.
Mehr Informationen unter: