Daniela Stoitzner (KjG St. Josef)

talentiert und engaiert - Daniela Stoitzner über ihr Engagement bei der KjG St. Josef

 
Daniela Stoitzner (DS) ist eine aufgeschlossene junge Frau, die sich seit 2010 bei der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) St. Josef engagiert. Mittlerweile studiert sie seit fünf Jahren  Lehramt für das Gymnasium mit den Fächern Politik, Wirtschaft und Sport in Konstanz und beginnt im Januar 2020 ihr Referendariat. Nach wie vor kommt sie zu Veranstaltungen und Aktionen der KjG gerne nach Mosbach zurück. Die KjG St. Josef ist Gemeinschaft, Spaß und Heimat für sie.
 
KG:    Wie bist du zur KjG St. Josef gekommen?
DS:     In der Grundschule habe ich von den Gruppenstunden der KjG St. Josef gehört und bin dort mit meinen Freundinnen jede Woche hingegangen. Als wir dann 9 Jahre alt waren, durften wir endlich mit ins Zeltlager! Seit dem gehe ich jedes Jahr mit, dieses Jahr schon zum 17. Mal.
 
KG:    Mittlerweile bist du Gruppenleiterin. Wie kam es dazu?
DS:    Nachdem ich 7 Jahre als Teilnehmerin im Zeltlager dabei war, haben mich die
          (mittlerweile ehemaligen) Leiter*innen gefragt, ob ich nicht Lust hätte, auch als
          Leiterin mit zu gehen. Natürlich hatte ich große Lust! In den vier Jahren danach habe
          ich mit meinen Freunden zusammen eine Gruppenstunde für Grundschüler geleitet
          und habe nach und nach immer mehr Aufgaben in der Vorbereitung und
Durchführung des Zeltlagers übernommen. Mittlerweile gehöre ich mit meinen 25 Jahren quasi schon zu den alten Hasen- in den letzten zwei Jahren wurden unsere ehemaligen Gruppenkinder schon zu Leiter*innen ernannt. Das war echt verrückt, aber gleichzeitig auch sehr schön zu sehen, dass die nächste Generation unser Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit weiterführen möchte.
 
KG:    Was macht die KjG St. Josef für dich aus?
DS:    Für mich bedeutet die KjG vor allem Gemeinschaft! Die meisten anderen Leiter*innen
          kenne ich schon seit ich denken kann und obwohl mittlerweile viele von uns nicht
          mehr in Mosbach wohnen, sondern irgendwo in Deutschland verteilt studieren oder
arbeiten, bedeutet uns allen die KjG und unsere Freundschaft so viel, dass wir regelmäßig dafür wieder nach Mosbach fahren. Wir sind keine Zweckgemeinschaft, sondern ein großer Freundeskreis und unternehmen auch außerhalb des Zeltlagers und unseren KjG- Aktionen viel miteinander. Wir wissen alle, dass wir uns hundertprozentig aufeinander verlassen können. Dieser Zusammenhalt ist einzigartig und bedeutet uns allen unglaublich viel!
 
KG:    Welches Highlight mit der KjG bleibt dir immer in Erinnerung?
DS:    Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll!
Meine schönsten Momente mit der KjG sind die abendlichen Lagerfeuerrunden im Zeltlager. Die Gitarrenmusik und der Gesang aller Kinder und Leitenden, dazu das knisternde Feuer und ein strahlender Sternenhimmel – das sind Momente, in denen man realisiert, wie wenig man doch zum Glücklich sein braucht.
 
Dieses Jahr haben wir uns eine besondere Aktion überlegt, diesmal nicht für unsere Teilnehmenden, sondern für die ehemaligen Leiter*innen der KjG. Beim Aufbau haben wir alle für zwei Tage auf den Zeltplatz eingeladen, um einfach mal wieder alle zu sehen und mal wieder in Zeltlagerstimmung zu kommen. Wir haben gegrillt und viel erzählt und den Abend ganz klassisch mit Lagerfeuer und einer Fotoshow mit vielen alten Bildern ausklingenlassen. Es war sehr schön zu sehen, dass auch die ehemaligen Leitenden, die schon seit einigen Jahren nicht mehr aktiv in der KjG engagiert sind, immer noch sehr verbunden mit der Gemeinschaft sind und sich gerne an ihre Zeit bei der KjG zurück erinnern.
 
KG:    Was heißt es für dich, sich bei einer verbandlichen Jugendgruppe zu engagieren?
DS:    Durch die verbandliche Vernetzung unserer KjG erhalten wir auch viel Unterstützung
          außerhalb der Seelsorgeeinheit. Sei es durch Zuschüsse vom BDKJ , tolle
Überraschungspakete für unser Zeltlager vom Kreisjugendring oder einfach nur in Form eines Ansprechpartners bei offenen Fragen, beispielsweise zum Thema Datenschutz.
 
KG:    Welchen Dank und Anerkennung erfährst du für deinen ehrenamtlichen Einsatz?
DS:    Der größte Dank sind die strahlenden Kinderaugen im Zeltlager oder bei sonstigen
          KjG-Aktionen. Da merkt man, wozu man so viele Stunden in den Monaten vor dem
          Zeltlager investiert hat und dass sich das total gelohnt hat. Aber auch viele Eltern
          wissen unser Engagement zu schätzen.
Mein Bruder engagiert sich ebenfalls seit vielen Jahren in der KjG und unsere Eltern unterstützen uns, wo sie können, obwohl wir meistens, wenn wir dann mal übers Wochenende in Mosbach sind, mehr Zeit mit der KjG als daheim verbringen. Aber auch von Seiten der Seelsorgeeinheit erfahren wir immer wieder Dankbarkeit für unsere kirchliche Jugendarbeit. Einige Mitglieder des Pfarrgemeinderats fahren sogar jedes Jahr extra für unseren Lagergottesdienst mit Diakon Manfred Leitheim zu uns auf den Zeltplatz.
 
KG:    Hast du noch weitere Ehrenämter?
DS:    Ja, auch hier in Konstanz engagiere ich mich ehrenamtlich. Seit fünf Jahren bin ich
          hier in der Fachschaft des Fachbereichs Sport tätig, das ist so etwas wie die SMV der
          Schule, bloß eben an der Universität. Nebenbei habe ich immer verschiedene
          Projekte, die ich unterstütze. Beispielsweise Sport mit Geflüchteten oder
          verschiedene AGs, die ich ehrenamtlich an Schulen in Konstanz anbiete.
 
KG:    Was möchtest du noch zur KjG sagen?
DS:    Viele Menschen, denen ich erzähle, dass ich nun schon seit 17 Jahren jedes Jahr in
          den Sommerferien ins Zeltlager fahre und auch unter dem Jahr sehr viel Zeit in die
          Vor- und Nachbereitung des Zeltlagers und vieler anderer KjG- Aktionen stecke,
          können das zuerst nicht verstehen. Ich denke, das kann man auch erst so richtig
verstehen, wenn man einmal selbst dabei war. Wir möchten anderen
           Kindern ermöglichen, auch die Gemeinschaft und die Abenteuer der KjG-Zeltlager
           erleben zu dürfen, so wie wir es früher als Teilnehmende erleben konnten. Vor allem
durch das Zeltlager haben wir gelernt, wie wichtig Freundschaft und Gemeinschaft fürs Leben ist und wie es sich anfühlt, sich abseits von Smartphone und Internet, auf das Miteinander zu konzentrieren. Aber natürlich könnten wir das alles ohne die Unterstützung von einigen Menschen nicht schaffen!
Beispielsweise versorgt uns jedes Jahr die Stadtapotheke Mosbach mit Medikamenten für die Erstversorgung, Stefan Kretz (Tief- und Landschaftsbau GmbH) fährt unser gesamtes KjG Hab und Gut beim Aufbau mit einem LKW zum Zeltplatz und holt uns beim Abbau wieder ab, die Firma Lintz & Hinninger unterstützt uns bei der Bestellung unserer mobilen Toiletten, Diakon Manfred Leitheim gestaltet jedes Jahr einen wunderschönen Zeltlagergottesdienst direkt auf dem Platz und einige unserer Mütter gehen schon seit vielen Jahren als Köchinnen mit ins Zeltlager und sorgen für die kulinarische Verpflegung.
Für diese Unterstützung sind wir Leiter*innen sehr dankbar!
 
KG:    Vielen Dank für das Gespräch und ein herzliches Dankeschön für dein Engagement.
 
 
Die KjG St. Josef bietet für alle 1.-5. Klässler ab jeden Dienstag von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr im Gruppenzimmer des Pirminsaal St. Josef an. Wer Lust hat, darf gerne vorbei schnuppern!