Robin Sauer über sein Engagement in der Kirchengemeinde MOSE in Zeiten der Corona-Pandemie
Robin Sauer, (27 Jahre alt) engagiert sich seit sechs Monaten im Gemeindeteam des Ökumenischen Zentrums (ÖZ), Neckarelz. Neben seinen vielen weiteren Ehrenämter in unserer Kirchengemeinde sorgt er zurzeit dafür, dass sonntags die live Gottesdienste aus der Kirche St. Cäcilia übertragen werden.
KG: Seit einem Jahr haben wir einen Pandemie-Zustand. Wie hat sich Ihr ehrenamtliches Engagement verändert?
RS: Durch die fehlenden persönlichen Kontakte und die zunächst noch nicht auf Online-Plattformen verlegte Treffen, war es schwierig den Kontakt zu den Gremien aufrecht zu Erhalten und so Möglichkeiten und Aktionen zu erarbeiten, die auch in der Pandemie umgesetzt werden können. Durch den vermehrten Einsatz von Zoom-Meetings war es dann möglich, wieder virtuell Treffen durchzuführen und so Aktionen zu erarbeiten, um etwas für das Gemeindeleben zu tun.
Gerade bei der Vorbereitung auf die Firmung mussten wir leider unser komplett geplantes Programm umwerfen und auf die neuen Begebenheiten anpassen, ich denke aber dass wir das Beste in der kurzen Zeit und unter den gegebenen Voraussetzungen und Bestimmungen für die Jugendlichen vorbereiten konnten.
KG: Auch die Gemeindeteams mussten erst mal lernen mit allen Einschränkungen umzugehen. Was motiviert Sie sich im Gemeindeteam zu engagieren?
RS: Mir ist zum einen das ÖZ sehr wichtig, da ich in dieser Kirche aufgewachsen bin. Als kleines Kind war ich hier sonntags beim Kindergottesdienst, später dann habe ich bei den katholischen Gottesdiensten den Dienst des Messdieners im ÖZ wahrgenommen.
KG: Welche Ideen konntet ihr umsetzen?
RS: Während der Pandemie haben wir verschiedene Angebote zum Mitnehmen erstellt, um den Menschen in der Waldsteige zu zeigen, dass das Gemeindeteam auch Ideen für diese besonderen Zeiten hat. An Weihnachten zum Beispiel haben wir Briefe mit einem kleinen Weihnachtsgruß aus dem ÖZ verteilt und Fastenimpulse zur Verfügung gestellt.
KG: Am 17.05.2020 wurde zum 1. Mal ein live Gottesdienst aus der Kirche St. Cäcilia über den YouTube Kanal der Kirchengemeinde gestreamt. Wie ist es Ihnen und dem Stream-Team dabei gegangen?
RS: Die ersten Gottesdienste waren etwas holprig, da zu Beginn die Internetgeschwindigkeit in St Cäcilia noch nicht ausgereicht hat. Wir konnten dann leider kein flüssiges Bild zur Verfügung stellen, was nach den ganzen Vorbereitungen und Planungen etwas frustrierend war. Nach und nach haben wir dann aber versucht mit den vorhandenen Mitteln das Beste herauszuholen, um den sonntäglichen Gottesdienst livestreamen zu können.
KG: Mittlerweile ist die Kirche St. Cäcilia technisch weiter aufgerüstet worden, um die Übertragung und Aufnahme zu verbessern. Wie wirkt sich das auf die Arbeit aus?
RS: Zeitweiße hat das zusätzliche Equipment den Aufwand, der an einem StreamTag zur Vor- und Nachbereitung nötig ist, erhöht. Mittlerweile sind aber die nötigen Kabel fest verlegt, sodass man mit einer halben Stunde vor Gottesdienstbeginn und einer halben Stunde nach Gottesdienstende gut hinkommt.
KG: Was möchten Sie unseren Gemeindemitgliedern in diesen Zeiten mit auf dem Weg geben?
RS: Ich wünsche jedem, dass er in diesen Zeiten ohne viel persönlichen Kontakt, jeder für sich trotzdem Angebote und Wege findet, aus denen nach der Pandemie vielleicht sogar neue Dinge wachsen können.
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Freude bei Ihrem Tun.

